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Zum dritten Mal haben Brian Solis and JESS3 die Social Media-Landkarte aktualisiert. Das neue Farbschema 3.0 verschafft einen aktualisierten Überblick über das Social-Media-Universum und zeigt, wie die Menschen die einzelnen Netzwerke nutzen. Das “Conversation Prism” von Brian Solis und der Kreativagentur JESS3 ist das Standard-Schaubild für den aktuellen Stand der Social-Media-Landschaft und wird weltweit genutzt. Auch von mir.

Auf Solis’ Blog kann man die Entwicklung von der Version 1.0 (2008), der Version 2.0 (2009) bis zur jetzt veröffentlichten Version 3.0 verfolgen. Die Veränderungen der letzten drei Jahre sind augenfällig.

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In der neuen schönen Social Media-Welt entwickelt sich bekanntlich eine eigene Sprache. Die Sache ist die, dass die neuen Bezeichnungen meilenweit entfernt vom Laien das Netz durchfluten. Ich gestehe, dass ich immer wieder mal googeln muss, wenn da erneut eine weitere Wortschöpfung auftaucht. Helfen könnten Glossare. Peter Blackshaw von AdvertisingAge hat ein solches verfasst. Für Fortgeschrittene.

  • OEDIPOST COMPLEX: Eine Neugierdeneurose, welche die Leute dazu zwingt, mit ihrem Blackberry oder iPhone zu schlafen und zu allen Nachtzeiten kurz nachzuschauen, ob jemand auf ihr Tweet, ihren Blogpost oder ihren Facebook-Eintrag geantwortet hat.
  • DECIPROCITY: Wenn alles, was man postet zu WENIGER Freunden oder Followern führt.
  • FAUX POST: Wenn man mit jemanden telefoniert und der Gesprächspartner deinen Real-time-Eintrag zu einem völlig anderen Thema auf  Twitter oder Facebook liest.
  • APPFUSION: Eine Appschmelze hervorgerufen durch eine Überdosis Apps auf dem iPhone. Die Betroffenen finden vor lauter Apps ihr Adressbuch nicht mehr.
  • Geo Crasher: Dabei handelt es sich um Leute, die ihrem GPS-Handy zickzack folgen und dabei zwangsläufig in jede Menge Leute reinlaufen – auf Trottoirs, Flughäfen oder in Festsälen.
  • Like Meister: Das sind Leute, die auf Facebook alles “Gefällt mir” finden. Zwanghaft.

Mehr gibt es hier: The Official Social Media and Mobile Glossary of 2010

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Das ist mal eine schöne Geschichte: Gemäss einer internationalen Umfrage, an der über 2’000 Mütter teilnahmen, haben 81 % der Kinder unter zwei Jahren bereits eine Online-Präsenz.

Diese reicht von Ultraschallbildern, welche die werdenden Eltern hochladen (ein Viertel aller Kinder werden so zu Onlinepersonen, bevor sie überhaupt auf der Welt sind), zum Onlinefotoalbum mit Geburtsfotos und ersten Krabbelerversuchen bis hin zum persönlichen Profil des Nachwuchses bei einem Social Network.

Während in den USA 92 % der Kinder im Alter von zwei Jahren bereits im Netz präsent sind, sind es in West-Europa etwas weniger, nämlich 73 %.

Oder ist die Geschichte doch nicht so schön?  AVG CEO JR Smith, der die Umfrage verantwortet:

It’s shocking to think that a 30-year-old has an online footprint stretching back 10-15 years at most, while the vast majority of children today will have online presence by the time they are two-years-old – a presence that will continue to build throughout their whole lives.

Manche schaffen es gar zum Weltstar. Zum Beispiel Charly, der in den Finger seines Bruder beisst. Mit über 237 Millionen (!) Aufrufen ist dieses Youtube-Video einsame Spitze. Dieses Video wird die beiden wohl auf Jahre hinaus verfolgen.

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Eigentlich möchten wir ja alle verstehen, was denn so abgeht in den Social Networks und vor allem: Was denn das für Typen sind, die sich in diesen tummeln. Denn wenn man das weiss, ist es leichter mit den Millionen von Menschen im Netz ins Geschäft zu kommen. Oder zumindest in einen engagierten Dialog zu treten.

Eine Studie im Auftrag von MTV und VW hat sechs Nutzertypen hervorgebracht, an die wir uns künftig richten können. Durchgeführt wurde die Studie in zehn Ländern und das Zielpublikum waren Jugendliche, was bis 30 gilt.

  • Die “Mediacs” stellen mit 23 Prozent den grössten Anteil. Sie sind sehr engagiert in sozialen Netzen unterwegs,verbringen mit über 160 Minuten täglich die meiste Zeit in den Networks und gehen zu mehr als einem Viertel (28 Prozent) meist über das Handy ins Netzwerk.
  • Die “Tagtics” nutzen die Netzwerke eher, um gezielt an Informationen heranzukommen. Sie sind nicht so engagiert wie die Mediacs. Sie stellen einen Anteil von 22 Prozent der Befragten.
  • Die “Skipits”, die Skeptiker, sind mit 17 Prozent drittgrösste Gruppe. Sie stehen sozialen Netzwerken distanziert gegenüber. Ihnen fällt es schwer, den Sinn solcher Netzwerke zu erkennen . Sie nutzen allerdings auch alle anderen Medien weniger.
  • Die “Funatics” sind vor allem auf der Suche nach Entertainment in den sozialen Netzen und schauen lieber zu was die anderen machen statt selbst aktiv zu werden. Die Funatics sind zu zwei Dritteln weiblich.
  • Die “Crewsers” ( 13 Prozent) sehen soziale Netzwerke vorwiegend als Ort des Austauschs mit Freunden.
  • Dann gibt es noch die “Nobuddies” (12 Prozent). Es handelt sich hierbei um die Gruppe derer, die soziale Netzwerke nicht nutzen wollen oder es einmal probiert haben und dann damit aufgehört haben. Als Gründe für den Ausstieg nannten sie, keine Zeit zu haben, die Angst, süchtig zu werden, oder Belästigungen durch andere. Ein Viertel der Nobuddies mag auch aus datenschutzrechtlichen Bedenken nicht mitmachen.
  • Irgendwie haben wir es aber auch ohne Studie geahnt, dass es den unterschiedlichen Umgang mit den Social Networks gibt. Besonders die Skeptiker haben es uns angetan. Sei’s drum. Nun haben wir wenigstens von Marktforschern knackige Begriffe .

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    Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob es auf Facebook eigentlich eine Indexseite gäbe, die man durchstöbern könne, um interessante Leute und besonders auch Firmen zu entdecken.

    Vor wenigen Tagen hat Facebook diesem Wunsch entsprochen und den “Facebook Pages Browser” aufgeschaltet. Und wie es sich gehört, sieht nicht jeder Facebook-Nutzer dieselbe Titelseite. Je nach dem, von welchen Seiten man ein Fan ist, wo man schon mal den Like-Button gedrückt hat, aus welchem Land man kommt, welche Freunde man hat, was denen so gefällt und dazu noch eine Auswahl der populärsten Seiten überhaupt (Obama ist immer dabei), bekommt man ein buntes Gemisch von Fanseiten geliefert.

    Die Intention ist klar: Facebook-Nutzern soll die Suche nach Seiten mit ihren speziellen Interessen (Sport, Politik, Unterhalten etc.) erleichtert werden, d.h., sie sollen gar nicht mehr suchen müssen, sondern nur noch stöbern.

    Aufmerksamen Facebook-Nutzern wird sofort auffallen, dass der Facebook-Browser eine Momentaufnahme des eigenen Facebook-Ich liefert. Nachdenkenswert.

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