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Der Film zum neuen Messaging System Titan von Facebook: It’s not Email! Doch es ist ein weiterer Schritt, die Kommunikation von Millionen von Menschen auf einer Plattform zu binden. Auf fast ewig.

Interessant ist deshalb die Schlussbemerkung mit dem Schuhkarton voller Briefe der Grossmutter. Facebook Messaging soll sich zum zeitgenössischen Schuhkarton mausern, wo die Enkelkinder in fünfzig Jahren in den Mitteilungen der Grossmutter stöbern können. Oder so ähnlich.

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Facebook ist die eine Sache. Die andere ist Yammer. Bei Yammer handelt es sich um eine Art Facebook für Unternehmen. Der Erfolg dieser Social Network-Plattform, wo nur ganze Firmen mit ihren Mitarbeitern mitmachen können,  ist beeindruckend: Rund 90’000 Firmen und Organisationen, darunter über 80% der Fortune 500-Unternehmen sind auf Yammer versammelt.

Was ist überhaupt Yammer?

Yammer is revolutionizing internal corporate communications by bringing together all of a company’s employees inside a private and secure enterprise social network. Although Yammer is as easy to use as consumer products like Facebook or Twitter, its enterprise-grade software is built from the ground up to drive business objectives.

Auf der Plattform für Unternehmen und deren Mitarbeiter wird all das geboten, was man sonst in Social Networks im Netz findet: Microblogging (wieTwitter), Direct Messaging (wie Skype), Communities (wie Facebook) und so weiter. Nur eben alles hinter verschlossenen Türen und für einen jeweils exklusiven Kreis. Auch wenn der mehrere zehntausend Mitarbeiter umfassen kann.Trotz grossem Erfolg stellen sich ein paar interessante Fragen. Zum Beispiel die nach der Datensicherheit. Oder die, was die Leute von Yammer alles mitlesen können. Oder wer überhaupt alles – rein theoretisch – mitlesen kann. Denn interne Diskussionen und freimütig plaudernde Mitarbeiter, der Austausch heikler Dokumente und so weiter  und so fort in einem geschützten Raum, ist doch ein verlockender Ort, um mitzulesen. Wie sehen die Richtlinien für die Mitarbeiter aus und ist das ein offizieller Kanal für die interne Kommunikation?

Doch die wirklich wichtige Frage ist die: Was, wenn das Unternehmen plötzlich seine Pforten schliesst – was geschieht dann mit den Daten?

Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco ist übrigens erst 2008 gegründet worden.

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Letzten Samstag waren wir in einem dieser Supermärkte zum Einkaufen. Weil wir nicht allzu oft hingehen, fehlt uns die Routine zu wissen, wo sich was befindet. Das führt dann dazu, dass man seinen Einkaufswagen irgendwo stehen lässt und der eine läuft in diese Richtung und der andere in jene.

Supermärkte sind Zeitfresser.

Doch das könnte sich schon bald ändern. In den USA bieten erste Supermärkte Geolocation-Apps fürs Smartphone an. Toll: Man tippt “Ovomaltine” ein, oder “Eier” und sieht dann auf dem Display wo sich die befinden. Mit Wegbeschreibung.

Geolocation, so wird gesagt, ist das nächste grosse Ding. Es handelt sich dabei um Dienste, mit denen man seinen Freunden und Bekannten übers Web oder mit mobilen Geräten anzeigen kann, wo man sich gerade aufhält. Foursquare, Facebook, Gowalla, Google teilen sich den Markt.

Beispielsweise auf der Skipiste.

In den USA werden in Skigebieten Geolocation-Sender bereits ins Abo eingebaut. Damit kann man nicht nur nachschauen, wer von seinen Freunden (verbunden mit Facebook und Twitter) sich gerade wo befindet , man bekommt auch Statistiken über seine Fahrverhalten und andere Daten geliefert.

Eine interessante Aktion hat Foursquare zu den anstehenden Parlamentswahlen gestartet. Wer wählen geht, soll sich im jeweiligen Wahllokal bei Foursquare einchecken. Er oder sie bekommt dafür einen speziellen “I voted”-Badge und alle anderen einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Wahlbeteiligung in einzelnen Regionen und Wahllokalen.

Foursquare verspricht sich davon eine bessere Transparenz. Die Parlamentswahlen sind lediglich ein Testlauf für die nächsten Präsidentschaftswahlen.

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Wie viele Facebook-Freunde haben Sie? 50, 100 oder die durchschnittlichen 130? Ich habe derzeit über tausend. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit meinen Statusmeldungen mehr Freunde erreiche, als Sie, ist nicht eben gross. Diese nun durch einen vierwöchigen Test erhärtete Wahrheit eines amerikanischen Onlinemagazins muss Unternehmen, die auf die Karte Facebook setzen, einen Dämpfer versetzen.

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, weshalb Sie immer von denselben Leuten Statusmeldungen erhalten. Und weshalb Sie von Leuten, die Sie wirklich interessieren, nie etwas zu lesen bekommen. Dafür lese wir dann von den immer gleichen fünf, mit wie vielen Freunden sie eben wieder Freundschaft geschlossen haben.

Oder auch anders gefragt: Wie viele von meinen 1059 “Freunden” erreiche ich tatsächlich? Die ernüchternde Erkenntnis: nur einen Bruchteil.

Der Grund liegt darin, dass wir auf Facebook

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In Deutschland wird der Bürgerprotest gegen und für Stuttgart 21 als tiefsitzende Unzufriedenheit mit den Politikern und den politischen Parteien gedeutet. Das mag durchaus so sein. Doch was wir erleben, ist der Aufstand des Social-Network, die Empörung der sich auf Facebook und Twitter organisierenden Bürgerinnen und Bürgern.

Als Organisatoren der Aktionen spielen die Parteien in diesem Konflikt keine Rolle mehr. Die Grünen profitieren von der Stimmung, schwimmen aber nur noch mit. Hier ist eine Community, eine Gemeinschaft entstanden, die von keiner politischen Partei mehr gesteuert oder gar beeinflusst wird.

Folgerichtig spricht sich Heiner Geissler für die Übertragung der Verhandlungen live im Internet aus.

Die Bürger sollen per medialer Übertragung und Internet an den Gesprächen teilhaben.

Die Sozialen Netzwerke verändern in Repräsentativen Demokratien das eingespielte System viel schneller, als es eine analoge Revolution zustande brächte. Denn auf Facebook kann jeder mitreden, mit Twitter aktuelle Informationen weiterreichen. Nicht “Wir sind das Volk” lautet der Schlachtruf, sondern “Ich will mitwirken”.

Ohne Volksabstimmung, das ist schon jetzt die erste Folge von Stuttgart21, können auch in Deutschland keine derartigen Grossprojekte mehr gebaut werden.

Nicht mehr wichtig für die Verbreitung der aktuellen Stimmungslage des Einzelnen sind die traditionellen Medien. Wenn die ARD diese oder jene empörte Frau um acht Uhr einen Satz sagen lässt, dann ist das Berichterstattungsfolklore ohne weitere Bedeutung.

Die Menschen schauen sich die Bilder der letzten Demo auf Youtube an, diskutieren auf Twitter (#s21/#stuttgart21), werden in Foren und Blogs (Wir sind Stuttgart 21, I Love Stuttgart 21, Das Stuttgart-21-Kartell, Bei Abriss Aufstand und dann noch das hier: Die Spätzle-Mafia) über die aktuelle Situation auf dem Laufenden gehalten. Und für die Demo von heute Abend mobilisiert.

Zu dieser “Schwarm”-Demokratie gehört auch eine Ritualisierung des Protests: Die einen trillern immer zur gleichen Uhrzeit, die anderen fahren zu festgelegten Zeiten mit dem Velo durch die Stadt.

Für Unternehmen ist Stuttgart21 ein Lehrstück. Für die etablierte Politik erst recht.

  • Neue Grundlage gefragt: Die Bürger, die Konsumenten akzeptieren keine Heimlichkeiten mehr. Sie wollen eine offene Kommunikationskultur, weil früher oder später sowieso alles irgendwo im Netz veröffentlicht wird. Die Grundlage für die neue Kommunikationskultur bildet die selbstverständliche Haltung, dass es okay ist, wenn alle am Meinungsbildungsprozess beteiligt werden.
  • Personen, denen man vertraut: Ohne die richtigen Leute vor Ort – eben auch in den Social Networks – ist eine solche Auseinandersetzung nicht zu gewinnen. Bei den Gegnern sind es ganz wenige, welche die Proteste moderieren, darunter ein Schauspieler. Bei den Befürwortern kommen nur etablierte Politiker und analoge Manager zu Wort.
  • Organisiere deine Anhänger: Wer möglichst viele Menschen mobilisieren will, der muss sie in den Social Networks zusammentrommeln. Die Pro-Seite für Stuttgart21 hat auf Facebook rund 92’000 Sympathisanten und die Gegner von Stuttgart21, “Oben bleiben”, rund 76’000 Anhänger. Um solche Zahlen zu erreichen, braucht es echtes Engagement – sowohl der Moderatoren als auch des Publikums.
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