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Es ist nicht das Content Management System, das man auswählt. Es ist auch keine Frage der grafischen Gestaltung: Ein Unternehmen, das mit dem eigenen Social Media Newsroom und damit nebst auf der eigenen Website auch in Social Networks erfolgreich kommunizieren möchte, sich als Unternehmen mit Hingabe engagieren will, das muss über für diese Aufgabe geeignetes Personal verfügen.

Den richtigen Mitarbeiter zu finden, ist der entscheidende Faktor.

Die Suche nach dem/den geeigneten Mitarbeiter/n ist denn der erste und nicht der letzte Schritt für die Umsetzung einer Social Media-Strategie. Nun sind viele Unternehmen geneigt, diese Aufgabe entweder auszulagern oder die Social Media-Aktivitäten an denn nächst jüngeren Mitarbeiter zu delegieren. Der hat ja bestimmt einen Facebook-Account.

Zunächst gilt für die Wahl des Social Media-Verantwortlichen dasselbe

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In der neuen schönen Social Media-Welt entwickelt sich bekanntlich eine eigene Sprache. Die Sache ist die, dass die neuen Bezeichnungen meilenweit entfernt vom Laien das Netz durchfluten. Ich gestehe, dass ich immer wieder mal googeln muss, wenn da erneut eine weitere Wortschöpfung auftaucht. Helfen könnten Glossare. Peter Blackshaw von AdvertisingAge hat ein solches verfasst. Für Fortgeschrittene.

  • OEDIPOST COMPLEX: Eine Neugierdeneurose, welche die Leute dazu zwingt, mit ihrem Blackberry oder iPhone zu schlafen und zu allen Nachtzeiten kurz nachzuschauen, ob jemand auf ihr Tweet, ihren Blogpost oder ihren Facebook-Eintrag geantwortet hat.
  • DECIPROCITY: Wenn alles, was man postet zu WENIGER Freunden oder Followern führt.
  • FAUX POST: Wenn man mit jemanden telefoniert und der Gesprächspartner deinen Real-time-Eintrag zu einem völlig anderen Thema auf  Twitter oder Facebook liest.
  • APPFUSION: Eine Appschmelze hervorgerufen durch eine Überdosis Apps auf dem iPhone. Die Betroffenen finden vor lauter Apps ihr Adressbuch nicht mehr.
  • Geo Crasher: Dabei handelt es sich um Leute, die ihrem GPS-Handy zickzack folgen und dabei zwangsläufig in jede Menge Leute reinlaufen – auf Trottoirs, Flughäfen oder in Festsälen.
  • Like Meister: Das sind Leute, die auf Facebook alles “Gefällt mir” finden. Zwanghaft.

Mehr gibt es hier: The Official Social Media and Mobile Glossary of 2010

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Jedes Unternehmen, das sich entschieden hat, sich in Social Networks zu engagieren – das treffende Wort  ist in der Tat “engagieren” – braucht ein paar einfach verständliche Regeln, auf Neudeutsch “Social Media Guidelines”. So schafft man bei den engagierten Mitarbeitern Sicherheit und Transparenz.

Das schöne an der neuen Kommunikationswelt ist, dass man nicht alles selbst erfinden muss, also auch nicht die Regeln, wie  sich die Mitarbeiter in ihrem Onlineengagement verhalten sollen.

Hier meine zehn Regeln und dann weiter unten ein paar Links zu empfehlenswerten Guidelines.

  1. Transparenz. Es wird immer wieder gemacht, aber es kommt jedes Mal schief raus: Mitarbeiter oder externe PR-Leute verteidigen unter falschem Namen in Blogs, in Foren oder in Social Networks die Interessen des Unternehmens.

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Diese Fragen treibt viele Marketingspezialisten um: Sollen wir in Social Networks Präsenz zeigen? Ja klar: Starbucks oder Coca Cola oder Nespresso – das sind sexy Marken mit coolen Produkten. Aber wir? Und überhaupt, liegt es  in unserem Interesse, mit unseren Kunden direkt und öffentliche in einem Umfeld zu kommunizieren, wo dies als Diskussion verstanden wird und auch Negatives über unsere Firma geschrieben werden kann?

Es nützt nichts, gebetsmühlenartig zu wiederholen: “Wenn wir es nicht tun, dann macht es halt jemand anderer.” Besser sind positive Beispiele.

Deshalb empfehle ich Marketeers als Starterhappen zur neuen Woche Jeff Bullas Blogbeitrag “The 7 Secrets to Ford’s Social Media Marketing Success”.

Er beschreibt darin die erfolgreiche Social Media-Strategie, welche Ford für den Ford Fiesta eingeschlagen hat. Kern der Strategie war der Aufbau einer Gruppe von hundert in verschieden Social Networks besonders engagierten Männern und Frauen. Diesen (und nicht Autojournalisten!) wurde Monate vor der eigentlichen Lancierung des Fiestas in den USA die europäische Version zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich haben sie  auf Facebook, Youtube, Flickr und mit Twitter über ihre Erfahrungen berichtet. Offen, frei und ungeschminkt.

Daraus entstand das “Ford Fiesta Movement”, welches vom “Head of Social Media” von Ford als “Jewel in the Crown” bezeichnet wird.

Drei von sieben Ford-Geheimnissen:

  1. People trust corporations less so with the rise of social media you need to allow other people through word of mouth create trust for you through Social Media (it amplifies your message).
  2. Reached out to those who are listening and let them do the talking for you and to connect with people like themselves.
  3. Let them know that you are real people just like them and are passionate about what they do and the Ford Brand.

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Noch ein interessantes Social Media-Projekt einer Journalistenschule: Die Volontäre der evangelische-journalistenschule.de haben in nur zwei Tagen ein neues Online-Magazin auf die Beine ins Netz gestellt, das ein paar lesenswerte Beiträge aufweist.

Da lese ich Sätze, wie diesen hier, den ich meinen Redaktionsmitarbeitern bei bazonline immer wieder gepredigt habe:

Ein Chef, ein Job von neun bis fünf, ein festes Gehalt – das war gestern.

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