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Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob es auf Facebook eigentlich eine Indexseite gäbe, die man durchstöbern könne, um interessante Leute und besonders auch Firmen zu entdecken.

Vor wenigen Tagen hat Facebook diesem Wunsch entsprochen und den “Facebook Pages Browser” aufgeschaltet. Und wie es sich gehört, sieht nicht jeder Facebook-Nutzer dieselbe Titelseite. Je nach dem, von welchen Seiten man ein Fan ist, wo man schon mal den Like-Button gedrückt hat, aus welchem Land man kommt, welche Freunde man hat, was denen so gefällt und dazu noch eine Auswahl der populärsten Seiten überhaupt (Obama ist immer dabei), bekommt man ein buntes Gemisch von Fanseiten geliefert.

Die Intention ist klar: Facebook-Nutzern soll die Suche nach Seiten mit ihren speziellen Interessen (Sport, Politik, Unterhalten etc.) erleichtert werden, d.h., sie sollen gar nicht mehr suchen müssen, sondern nur noch stöbern.

Aufmerksamen Facebook-Nutzern wird sofort auffallen, dass der Facebook-Browser eine Momentaufnahme des eigenen Facebook-Ich liefert. Nachdenkenswert.

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Eine neue amerikanische Studie zeigt einen markanten Anstieg der 50- bis 64-Jährigen Internetnutzer in Social Networks: Inzwischen sind 47% (April 2009: 23%) dieser US-Altersgruppe in Social Networks aktiv.

Bei den 65-Jährigen und älter sind es 26% (April 2009: 13%).

Interessant ist, dass diese Altersgruppe, welche das Stammpublikum von Zeitungen und Fernsehen bilden, nun ebenfalls für Nachrichten und Informationen ins Netz abwandert:Gemäss der Studie nutzen 76% der 50- bis 64-Jährigen Online-News als tägliche Informationsquellen.

Mit anderen Worten: Sie nutzen das Internet und Social Networks so, wie alle anderen Altersgruppen auch.

Wenn man sich die aktuellen Facebook-Zahlen für die Schweiz ansieht, dann zählen von den derzeit 2,2 Mio. Nutzern rund 157’000  zur Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen (7%), 41’940 sind 65+ (2%).

Da dieser Trend anhalten wird, werden nun auch ältere Zielgruppen für spezifische Marketingmassnahmen in Social Networks interessant. Denn diese Altersgruppe verfügt über genügend frei verfügbares Geld, um sich auch etwas leisten zu können.

Ein weiterer Grund, weshalb Unternehmen vermehrt Facebook und andere Social Networks nicht mehr werden ignorieren können: Die von den Marketingverantwortlichen und CEO’s zum Teil vehement vertretene Ansicht , Facebook et al seien ein Tummelplatz für Jugendliche, gilt je länger desto mehr nicht mehr.

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Es gibt diesen Vers aus der Kindheit, den zumindest alle im alemannischen Sprachraum kennen:

Där Hans Dampf im Schnoogeloch, het alles was er will. Und was er het dass will er net, und was er will das het er net.

Dank des Web kann man nun diesen Vers entsorgen. Jetzt gibt es  Hunch. Denn:

Hunch is a website, designed as a collective intelligence decision-making system that uses decision trees to make decisions based on users’ interest. Hunch is building the ‘taste graph’ for the internet, mapping every person to every entity — and their affinity for that entity. (Wikipedia)

Auf gut Deutsch geht das so: Man loggt sich mit seinem Facebook oder Twitter-Account ein, beantwortet zwanzig recht banale Fragen (z.B. welcher Pommes Frites-Typ man ist) und erhält aufgrund dieses Algorythmusprofils ein paar Empfehlungen. Hunch lag mit seinen Empfehlungen nicht mal so daneben.

Den “Economist” und den “New Yorker” lese ich regelmässig online und Monty Python’s Flying Circus ist tatsächlich einer meiner Lieblingsstreifen. Allerdings – Sex in the City? Gut, das hat man. Aber sich diese Serie antun müssen oder gar den Film, na ich weiss nicht.

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Noch ein interessantes Social Media-Projekt einer Journalistenschule: Die Volontäre der evangelische-journalistenschule.de haben in nur zwei Tagen ein neues Online-Magazin auf die Beine ins Netz gestellt, das ein paar lesenswerte Beiträge aufweist.

Da lese ich Sätze, wie diesen hier, den ich meinen Redaktionsmitarbeitern bei bazonline immer wieder gepredigt habe:

Ein Chef, ein Job von neun bis fünf, ein festes Gehalt – das war gestern.

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Ein gutes Beispiel für einen zeitgemässen Social Media Newsroom hat die  “Axel Springer Akademie mit ihrem Newsportal “This is Southafrica” gestartet. Vom Layout und vom Aufbau her kann es auch als Beispiel für den Social Media Newsroom eines Unternehmens dienen.

Interessant ist die Arbeitsweise der Nachwuchsjournalisten: Sie sind anders als ihre Kollegen nicht vor Ort, sondern nutzen als Nachrichtenquellen ausschliesslich Social Media-Angebote wie Blogs, Facebook, Twitter oder Youtube.

Das mag nun möglicherweise manchen gestandenen Journalisten ins Grübeln bringen, doch  zumindest zur Feststellung, das könne nicht wirklich seriös sein, was da berichtet werde.

Man kann zurückfragen: Warum nicht? Wenn “Melda001″ sich auf Twitter über die ewigen Staus in Johannesburg nervt oder darüber berichtet wird, dass bereits über 150’000 Fans der Facebook-Gruppe “1’000’000 Against Julius Malema”, dann ist das mindestens so lesenswert, wie die Agenturberichte der traditionellen Medien. Und Letzteres ist zudem hochpolitisch, sodass wir an einem der kommenden Sonntage das auch in der Sonntagspresse werden lesen können.

Die eigenen Kanäle (klicken und reinschauen):

Das hier sind die besten Quellen auch für Qualitätsjournalismus.

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