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Gut, über diese Titelsetzung kann man sich streiten.

Die Geschichte ist jedoch ziemlich lokal und handelt deshalb von einem Blumenkübel, der vor einem Altenheim stand und des nachts von Unbekannten zerstört wurde: “Von den Tätern fehlt jede Spur”, wird berichtet und die  Bewohner des Altersheims “seien traurig und verständnislos”.

Nach ein paar Tagen unbemerktem Onlinedaseins  des Beitrags einer etwas unbedarften Praktikantin geschah Erstaunliches: Die Geschichte wurde für die Münstersche Online-Zeitung zum Renner des Sommers: über 50’000 Besucher wurden innerhalb zweier Tage für diesen einen Beitrag gezählt. Und die Besucherwelle ebt noch immer nicht ab.

Für den doch beachtlichen Besucherverkehr sorgten über 400 Tweets und über dreissig Blogbeiträge (jetzt ist’s noch einer mehr).

Die Münsterschen Online-Macher freuten sich über die unerwartete Aufmerksamkeit, die sie erzielt hatten und schrieben selbstverständlich eine Fortsetzung: Blumenkübel bleibt Top-Thema im Netz.

Inzwischen ist auf Youtube das Bekennervideo einer Gruppe “Free the Flowers” aufgetaucht.

Nun gut, es handelt sich hier weniger um einen Beitrag über die Zukunft des Lokaljournalismus als vielmehr darum, welches Interesse ein harmloser, ja absurder Text in der Onlineausgabe einer Provinzzeitung dank Twitter erreichen kann.

Jedoch – wer sonst als Lokaljournalisten schreibt schon über zerstörte Blumenkübel vor einem Altersheim?

Carta liefert eine Zahlenanalyse für interessierte Profis.

Lesenswert auch: Der Blumenkübel und die acht Humorstufen des Web

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Das vergangene Jahr war für die US-Medien ein schlimmes Jahr. Die Werbeeinnahmen gingen erneut zurück und zwar um 26 %.  Und die Aussichten sind nicht gut. Analysten gehen davon aus, dass die Medien bis 2013 gegenüber dem Jahr 2006 41 % weniger Werbeumsatz machen werden.

Die Wirtschaftskrise ist in den USA vor allem auch eine Medienkrise: Lokale Fernsehstationen minus 22 %, gegenüber 2008 eine Verdreifachung des Rückgangs;

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Die der SPD nahestehende Friedrich-Ebert-Stiftung hat kürzlich eine Studie zur Zukunft der Zeitung publiziert. Sie fasst den derzeitigen Stand der Diskussion sehr gut zusammen und kann als Grundlagenpapier für pressepolitische Debatten genutzt werden.

Thesen:

  1. Das Internet ist nicht einfach ein neues, höher entwickeltes Medium; vielmehr saugt es alle bestehenden Massenmedien in sich auf, deutet sie um und definiert deren Ausdrucksformen und publizistische Wirkung neu.
  2. Journalistischen Online-Angeboten mangelt es derzeit noch an verlässlichen Erlösmodellen, die den Qualitätsjournalismus

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