Gut, über diese Titelsetzung kann man sich streiten.
Die Geschichte ist jedoch ziemlich lokal und handelt deshalb von einem Blumenkübel, der vor einem Altenheim stand und des nachts von Unbekannten zerstört wurde: “Von den Tätern fehlt jede Spur”, wird berichtet und die Bewohner des Altersheims “seien traurig und verständnislos”.
Nach ein paar Tagen unbemerktem Onlinedaseins des Beitrags einer etwas unbedarften Praktikantin geschah Erstaunliches: Die Geschichte wurde für die Münstersche Online-Zeitung zum Renner des Sommers: über 50’000 Besucher wurden innerhalb zweier Tage für diesen einen Beitrag gezählt. Und die Besucherwelle ebt noch immer nicht ab.
Für den doch beachtlichen Besucherverkehr sorgten über 400 Tweets und über dreissig Blogbeiträge (jetzt ist’s noch einer mehr).
Die Münsterschen Online-Macher freuten sich über die unerwartete Aufmerksamkeit, die sie erzielt hatten und schrieben selbstverständlich eine Fortsetzung: Blumenkübel bleibt Top-Thema im Netz.
Inzwischen ist auf Youtube das Bekennervideo einer Gruppe “Free the Flowers” aufgetaucht.
Nun gut, es handelt sich hier weniger um einen Beitrag über die Zukunft des Lokaljournalismus als vielmehr darum, welches Interesse ein harmloser, ja absurder Text in der Onlineausgabe einer Provinzzeitung dank Twitter erreichen kann.
Jedoch – wer sonst als Lokaljournalisten schreibt schon über zerstörte Blumenkübel vor einem Altersheim?
Carta liefert eine Zahlenanalyse für interessierte Profis.
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