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Ich muss immer mal wieder feststellen, dass ich purer Durchschnitt bin. Beispielsweise gerade jetzt, beim Lesen dieser Studie des Reynolds Journalism Institute: Statt den Zeitungen neue Leserkreise zu erschliessen, verringern die Verlags-App fürs iPad die Auflagenzahlen der gedruckten Zeitungen.

58% der iPad-Nutzer gaben an, dass sie in den nächsten sechs Monaten ihr Printabo kündigen werden. Mitgemacht bei der Umfrage haben rund 1’600 iPad-Besitzer, was die Studienergebnisse repräsentativ werden lässt.

Ich gehöre zu den 58%. Denn ich habe sowohl mein Abonnement für die SonntagsZeitung als auch für die Basler Zeitung nicht mehr erneuert, sondern bin auf deren E-Paper-Ausgabe umgestiegen.

Allerdings sind die beiden Verlage bemüht, mir die Freude daran zu vergällen.

Die Basler Zeitung lieferte über drei Wochen (!) wegen technischen Problemen nur eine Dreiviertel-BaZ. Und die SonntagsZeitung konnte diesen Sonntag erneut trotz x Versuchen über die App nicht heruntergeladen werden.

PS: Die amerikanische Studie zur iPad-Nutzung ist noch in vielerlei Hinsicht interessant. Man erfährt unter anderem, dass der typische iPad-Besitzer über ein gutes Einkommen verfügt und zwischen 35 und 64 Jahre alt ist.

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Die Zeitung auf Papier ist dem Untergang geweiht. Der Paper-Reader wird durch den E-Reader ersetzt. Nun gibt es noch immer Verlage, die behaupten, guter Journalismus wäre nur auf Papier zu haben.

Das ist selbstverständlich grosser Unsinn und ist auch gar nicht mehr ernst gemeint. Die Verlage wollen nur noch  so lange am Papier als Trägermedium festhalten, bis sie ihre millionenteuren Rotationsmaschinen abgeschrieben haben. Die nächsten fünf Jahre sind die Jahre der unumstösslichen Wahrheit: Ich sage voraus, dass kein Verlag mehr Geld in neue Zeitungsrotationsmaschinen investieren wird.

Diese Grafik zeigt, bis wann in welchen Ländern die Zeitung auf Papier irrelevant wird.

In der Schweiz wird es 2025 soweit sein, in Deutschland 2030. In UK 2019 und in den USA schon 2017. Bis ins Jahr 2040 werden Zeitungen weltweit nur noch ein Nischendasein führen.

Wir werden uns daran gewöhnen, dass wir Informationen auf E-Readern lesen werden. Die Preise für diese Geräte werden signifikant sinken und ähnlich wie Smartphones entweder gratis oder zumindest für wenig Geld zu haben sein.

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Update 02/11/10: Die vom australischen Zukunftsforscher Ross Dawson am Montag angestossene Diskussion zum Untergang der Tageszeitungen, hat in Medien verschiedener Länder zu Kommentaren geführt. Einige halten ihn für einen Schwätzer:

The Australian: Deadline for newspapers as digital publications rise
Brand Republic: Digital to kill US and UK newspapers before 2020
Central Valley Business Times: AUDIO INTERVIEW: Futurist names the years when the newspapers die
Dagensmedia: Sverige utan dagstidningar 2025
Cyberpresse.ca: Les journaux canadiens mourront en…2020
The Foreigner: Norwegian newspapers to die within ten years
Roy Greenslade in The Guardian (1): British newspapers to die in 2019
Roy Greenslade in The Guardian (2): Wilkinson: accept that newspapers are dying, now do something positive
Markedsforing: Aviserne uddør i 2023
Newsline: The Independent i: I don’t get it
The Next Web: When will newspapers die out in your country? Check this infographic
Persoenlich: 2025 gibt es keine Zeitung mehr in der Schweiz
De Standaard: Krant verdwijnt in België in 2026
Time: Futurist Predicts Extinction Timeline of World’s Newspapers
tyinterty.cz: Grafika: Kdy v které zemi vymřou noviny
Villamedia: Wereldkaart ‘uitsterven’ dagbladen
Welingelichte Kringen: Nederlandse kranten verdwijnen in 2027

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Zugegeben, ein iPad ersetzt nicht in jedem Fall die gedruckte Zeitung. Im Netz kursiert derzeit die Geschichte über diesen Werbespot von Newsday, dass Apple darauf gedrungen hat, den Spot nicht weiter zu verwenden. Ansonsten werde Apple das App von Newsday aus dem Applestore kippen. Die Apple-Leute störten sich an den Scherben. Buzzblog:

“We have taken the commercial ‘Flypaper’ down and its short, glorious run appears to be over.” Newsday would not say why and Apple did not respond to my request for comment.

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Letzte Woche gab Apple neue Zahlen bekannt. Danach sind derzeit weltweit 120 Millionen iPhones, iPads and iPod Touches in Gebrauch. Das sind zwanzig Millionen mehr als noch vor drei Monaten.  Apple gibt an, täglich 230,000 iOS-Geräte zu verkaufen. Von den mit dem Konkurrenzsystem Android ausgerüstete Smartphones werden täglich 200’000 Stück abgesetzt.

Wie geschmiert (ein uralter Begriff aus der Welt der Mechanik) läuft auch der App-Store:  Seit Eröffnung vor zwei Jahren sind 6.5 Milliarden Apps heruntergeladen worden, derzeit sind es pro Sekunde 200. Rund um die Uhr.

Allerdings: Noch immer gibt es im iBook-Shop  keine aktuellen Bücher auf Deutsch zu kaufen. Ebenso trist ist das Angebot von Amazon. Ein vergleichbar reichhaltiges Angebot wie auf Englisch würde mir mehr nützen als die inzwischen 25’000 Apps.

PS: Inzwischen gibt es verschiedene Studien über den Nutzung des iPad. Eine mitte August veröffentliche Untersuchung kommt zum Schluss, dass iPad-Besitzer die per App gelieferte Zeitung der Papierausgabe vorziehen, bei Büchern sind es 41%, die auf Papier verzichten.

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Wie gesagt, ich kann nicht mehr darüber diskutieren, ob man nun ein iPad braucht oder auch nicht. Lasst uns also weiterziehen.

Ich gebe allerdings zu, dass ich nicht unbedingt der Typ bin, der möglichst viele Apps runterlädt. Vieles, denke ich mal, ist unnützer Schrott. Oder Spielzeug. Dann gibt es Apps, bei denen man meint, man müsse sie haben und sie dann doch nie wirklich braucht. Zum Beispiel “AroundMe” oder “Hotelauskunft” oder “Tripwolf”. Auch das hochgejubelte “Epucurious”, ein Kochbuch, ist wohl eher  für Amerikaner als für gut geübte Alltagsköche wie mich.

Konzentrieren wir uns also auf vier wirklich nützlich Apps: Da ist zum einen das von Google. Es erleichtert den schnellen Zugang nicht nur zur Suche sondern beispielsweise auch zu Google News und Google “Text und Tabellen“,

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