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Ich blogge seit gut sechs Jahren (mein erstes Blog habe ich blöderweise beim Systemwechsel eingestellt), was an sich nicht sehr lang ist.

Beispielsweise gemessen an Dave Winer, der sein Blog scriptingnews seit 1997 betreibt und damit als einer der ersten Blogger überhaupt gilt. Vorgänger seines Blogs ist DaveNet, ein E-Mail-Dienst, über den er von 1994 bis 2004 kürzere und längere Essays verschickte.

Ihm verdanke ich jedoch in anderer Hinsicht noch viel mehr: Winer hat zusammen mit Netscape Ende der 90er Jahre den RSS Feed entwickelt, ein Nachrichtenpushsystem, ohne das ich mir meinen Onlinealltag gar nicht mehr vorstellen könnte.

(Nebenbei bemerkt:  Auf der englischen Wikipedia-Seite zu RSS wird die tragende Rolle von Dave Winer erwähnt, auf der deutschen hingegen lediglich Netscape.)

Derzeit habe ich rund 140 Feeds abonniert, die mir einen ständigen Strom neuester Informationen auf mein iPad liefern (ich nutze GoodReader und als Schaltzentrale GoogleReader). Was mich jeden Tag gut zwei Stunden beschäftigt.

Auf den Namen Dave Winer bin ich kürzlich in einem Nebensatz eines Beitrags gestossen und ich gestehe, dass ich erst durch googeln erfahren habe, um wen es sich handelt.

Ich dachte, ich erspare ein paar Lesern das umständliche Forschen nach dem ersten Blogger und dem Erfinder des RSS Feeds und nach einem “der profiliertesten Content-Lieferanten im Web”, in dem ich kurz etwas über ihn schreibe. Wenn ich das richtig verstanden habe, dreht sich Web 2.0 ja genau um das :-) . Den Rest liefert Wikipedia.

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Schreiben wir kurz mal was zum Bloggen. Ob sie sollen oder nicht, darüber machen sich derzeit einige Firmen ernsthafte Gedanken. Doch bevor ein Corporate Blog eingerichtet wird, stellen sich ein paar Fragen. Zum Beispiel diese: Wie oft sollen wir bloggen? Dazu gibt es (leider) keine schlüssige Antwort. Zunächst steht nicht die Frage nach dem “Wie oft” sondern vielmehr “Was denn” an erster Stelle.

Hat man sich eine inhaltliche Strategie zurechtgelegt, ein paar Regeln aufgestellt und das thematische Feld der nächsten drei bis sechs Monate abgesteckt, dann kann man zwei bis drei Blogposts planen. Auf alle Fälle braucht man eine

Content / Inhaltsplanung: Anders als das Onlineportal

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Die der SPD nahestehende Friedrich-Ebert-Stiftung hat kürzlich eine Studie zur Zukunft der Zeitung publiziert. Sie fasst den derzeitigen Stand der Diskussion sehr gut zusammen und kann als Grundlagenpapier für pressepolitische Debatten genutzt werden.

Thesen:

  1. Das Internet ist nicht einfach ein neues, höher entwickeltes Medium; vielmehr saugt es alle bestehenden Massenmedien in sich auf, deutet sie um und definiert deren Ausdrucksformen und publizistische Wirkung neu.
  2. Journalistischen Online-Angeboten mangelt es derzeit noch an verlässlichen Erlösmodellen, die den Qualitätsjournalismus

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