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Das Bundesgericht hat ein bemerkenswertes Urteil gefällt: Wer im Internet gewerbsmässig  Copyright-Verletzungen nachspürt und die so gewonnenen Informationen den betroffenen Urhebern verkauft, darf das ab sofort in der Schweiz nicht mehr tun. Denn er verstösst damit gegen gegen die schweizerische Datenschutzgesetzgebung.

Im konkreten Fall ging es um die Firma  Logistep, die ihre international angebotene Dienstleistung so umschreibt:

Wir lokalisieren die ersten Veröffentlichungen des Datenverkehrs, welche für eine spätere behördliche Identifizierung der jeweiligen Anschlussinhaber erforderlich ist.

Die “beweiskräftige Dokumentation”, welche Logistep liefert,  ist nur über die IP-Adresse möglich. Laut dem Urteil des höchsten Schweizer Gerichts sind IP-Adressen jedoch eindeutig Personendaten, womit sie unter das Datenschutzgesetz fallen. Deshalb erachtet es das höchste Gericht in einer Mehrheitsentscheidung als unzulässig, wenn private Unternehmen heimlich IP-Adressen ausforschen. Dafür, so der Bundesgerichtsentscheid, fehle ein ausreichender Rechtfertigungsgrund.

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Ich erlebe immer wieder grosses Kopfschütteln, wenn es um das Nutzerverhalten in Social Networks geht. Immerhin verbringen Internetnutzer durchschnittlich 22 Prozent ihrer Online-Zeit mit Social Media-Aktivitäten. Weltweit. Woher nehmen die Leute all die Zeit? Man lese lieber Zeitung, schaue fern, gehe mit Freunden aus oder Joggen, wird mir gesagt.

Das tönt ja gut aber entspricht in keiner Art und Weise der Wirklichkeit. Denn

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Facebook hat seit Neuestem 500 Mio. Mitglieder. Und liegt damit auf Platz 2 hinter Skype mit 590 Mio. Mitgliedern.

Allerdings kann man  einwenden, Jess3, die amerikanische Datengrafik-Agentur, welche die Zahlen zusammengetragen hat, würde hier Äpfel mit Birnen vergleichen.

Schliesslich handelt es sich bei Skype um einen Internet-Telefondienst und bei Facebook um ein Social Network. Und Hotmail ( Platz 3) ist, wie wir alle wissen, ein E-Mail-Dienst.

Den Machern scheint dies durchaus bewusst gewesen zu sein, weshalb sie schon vor einiger Zeit einen neuen Begriff in die Diskussion eingeführt haben: “Geosocial Universe”.

Den Begriff kann man sich merken. Er wird künftig da und dort auftauchen.

Interessant auch ist die weitaus grösste Ziffer auf der Grafik: Weltweit soll es derzeit 4,5 Mia. mobile Geräte im Einsatz sein, um all diese Dienste und Serviceleistungen überall und zu jeder Zeit nutzen zu können.

Die Leute, die über Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization SEO) reden, tun so, als seien sie die Herrscher des Universums. Gut, vielleicht auch nur als Diminutiv.

Auf jeden Fall versprechen sie – für gutes Geld versteht sich – die Firma X bei Google, Yahoo oder Bing auf die ersten zehn Suchergebnisse zu hieven. Denn nur wer auf der ersten Seite erscheint, hat die Chance, auch angeklickt zu werden.

Ich gestehe, ich verstehe von all den Tricks und Kniffs der einschlägigen Branche herzlich wenig. Für mich klingt SEO immer mehr nach Esoterik als nach seriöser Arbeit. Doch wir wollen es niemandem verargen: SEO Marketing ist ein Geschäft wie jedes andere auch.

Aber es ist durchaus möglich, mit seiner Website auf die ersten Ränge zu gelangen. Gute Chancen hat man mit einem Blog – Suchmaschinen lieben Blogs. Das liegt an der Programmierung und am Umstand, dass auf Blogs immer wieder neue Texte zu zumeist aktuellen Themen publiziert werden.

Hinzu kommt, dass die Titelzeile in die URL übernommen wird, was dem Suchergebnis dient. Allerdings sind deshalb keine originellen Titel gefragt, sondern sachliche Aussagen wie eben: “Wie funktioniert das eigentlich, diese Suchmaschinenoptimierung?”

So ist es mir ein Trost, dass neben der Technik vor allem der Inhalt des Geschriebenen zählt. Wobei es auch dabei ein paar Besonderheiten zu beachten gibt.

Beispielsweise sollte man beim Schreiben eines Textes auf  SEO Keywords achten. Suchmaschinen interessieren sich nicht für den genialen Gedanken, sondern nur für die einzelnen Wörter. Suchmaschinen sind dumm, sie suchen nach Keywords. Und wenn es solche im Text hat, Wörter also, die auch auf anderen Websites vorkommen – die Keywords – dann werden die gespeichert.

Google SEO bietet eine Suchfunktion, mit der man nachschauen kann, wie oft und in welcher Kombination der als Keyword vorgesehene Begriff bei Google gesucht wird. Gibt man beispielsweise “Suchmaschinenoptimierung” ein, so sieht man, dass nach diesem Begriff monatlich über 300’000-mal gesucht wird.

Suchmaschinenoptimierung bedeutet deshalb auch, dass ich hier gleich nochmals “Suchmaschinenoptimierung” schreibe.

Wer mehr über die Suchmaschinenoptimierung wissen möchte, dem empfehle ich diesen SEO Guide:

Learning SEO From The Experts: A Step-By-Step Guide

Auf 23 Seiten wird das Wichtigste erklärt und zwar so, dass auch ich das verstehe.

PS: Bei den verlinkten Fachbegriffen handelt es sich um Stichwörter, nach denen gemäss Google-Suchfunktion am meisten gesucht wird. Überdies ist er suchmaschinenoptimiert geschrieben, was bedeutet, dass mein in Ehren ergrauter Deutschlehrer kein Gefallen daran finden würde.
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Publicis und Microsoft haben zum dritten Mal den Digital Life Index erhoben. Die halbjährlich durchgeführte repräsentative Studie soll den Stand der aktuellen Entwicklung  der digitalen Medien und Technologien im Schweizer Alltag zeigen.

Eine interessante Studie, sollte man meinen.

Also schauen wir doch mal die Details an und siehe da, die Verleger können sich freuen: 55 % der Schweizer geben an, dass für sie die Zeitung noch immer das wichtigste Informationsmedium ist (20Minuten sei Dank, ergänzen wir die Studie). Lediglich 31 % sagen, es sei das Internet, das mit 48 % sogar noch vom Fernsehen geschlagen wird. Gut, das Radio bringt es auch nur auf 30 %.

Noch erstaunlicher ist, wie beliebt bei den Schweizern das Buch ist. Dieses ist mit 41 %  des Schweizers zweitliebster Zeitvertreib, nur der Computer liegt mit 47 % etwas weiter vorne. “Die Schweizer Bevölkerung zieht Computer Büchern vor”, schreiben zwar die Verfasser der Studie.

Aber man reibt sich doch die Augen: Nicht wegen der Computernutzung, sondern wegen der Bücher. Denn der Fernseher liegt abgeschlagen mit 18 % der Nennungen auf Rang drei. Die Schweizer ein Volk von Bücherlesern? Spätestens hier wurde ich ziemlich stutzig.  Und mich interessierte, was die genau gefragt haben.

Nämlich das:

Angenommen, Sie dürften drei Dinge auf eine einsame Insel mitnehmen, um sich dort alleine die Zeit zu vertreiben. Strom, TV- und Internetzugang wäre vorhanden. Welche Dinge wären das?

Was Publicis und Microsoft zur Schlussfolgerung bringt:

Internet und die Digitalisierung im Allgemeinen sind ungebremst auf dem Vormarsch.

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