Knapp zwei Drittel aller Kommunikationsfachleute sehen in Social Media noch immer die grösste Herausforderung für die Branche. Danach folgen die personelle Ausdünnung in den Redaktionen und der Druck, Erfolgsnachweise zu liefern.
Facebook, Twitter und XING sind zwar weit verbreitet, aber ein Drittel der Unternehmen und ein Viertel der PR-Agenturen ist mit einem offiziellen Account noch gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten.
Dies hat eine Studie von News Aktuell in Deutschland ergeben. Wir können davon ausgehen, dass diese Zustandsbeschreibung auch für die Schweiz zutrifft.
Der Einsatz sozialer Netzwerke bereitet der Kommunikationsbranche Kopfzerbrechen. 63 Prozent aller PR-Fachleute empfinden darin aktuell die größte Herausforderung für ihren Job. Das gilt für Mitarbeiter in Pressestellen und Agenturen gleichermaßen.
Die Präsenz auf Social Media-Plattformen ist für viele Unternehmen und PR-Agenturen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Fast ein Drittel aller Pressestellenvertreter gibt an, dass das eigene Unternehmen auf keiner Plattform zu finden ist (31 Prozent).
Die Zahl der Agenturen, die keine eigene Social Media-Präsenz haben, liegt mit 25 Prozent nur knapp darunter. Im Branchenvergleich müssen vor allem Verbände und Verwaltungen kräftig nachlegen. Sie verzichten überdurchschnittlich oft auf eine Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken (38 Prozent).
Die Studie bringt noch etwas ans Licht: Generell sind PR-Schaffende noch immer Twitter-Muffel. Nur 16 Prozent aller Pressesprecher und PR-Fachkräfte nutzen den Nachrichtendienst täglich. Rund zwei Drittel twittern überhaupt nicht, obwohl Social Media mehrheitlich als größte Herausforderung genannt wurde.
Nur zwei Prozent checken morgens im Büro als erstes ihre Facebook- und Twitterkonten.
Trendmonitor: Pressearbeit und PR in einem neuen Medienzeitalter


