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Das Internet verändert die Welt. Was für ein blöder Satz. Trotzdem: Das Internet verändert nicht nur unsere Einkaufsgewohnheiten und unser Informationsverhalten und unser Verständnis dafür, was ein Freund, eine Freundin ist.

Das Internet verändert beispielsweise auch den Tanz. Waren es vor wenigen Jahren Modern Dance-Gruppen, die in Tanzmetropolen wie New York, London oder Basel das traditionelle Tutu-Ballett zum “zeitgenössischen Tanz” weiter entwickelten, so sind es heute junge Menschen rund um den Globus, die mit ihren Kurzvideos auf YouTube die wichtigen Impulse geben.

Etwas Ähnliches geschieht derzeit mit der Kunst der Rede, der Technik des Vortrags. Es zeigt sich, dass die TED-Vorträge zum Massstab für das werden, was man künftig rund um den Globus von Vortragsrednern an Konferenzen und Workshops erwartet.

Unter dem Motto “Ideas worth spreading” können auf der Website von TED inzwischen dutzende, höchst interessante Vorträge zu unterschiedlichsten, oftmals sehr exotischen Themen abgerufen werden.

Die Referate dauern in der Regel zwischen zehn und höchstens zwanzig Minuten, manchmal sind sie auch kürzer. Und gerade diese kurzen Vorträge zeigen, wie wenig Zeit man eigentlich braucht, um auf den Punkt zu kommen.

Um eine Idee zu erhalten, empfehle ich den Vortrag von Birke Baehr. Er möchte lieber ein Biobauer als ein Football-Star werden (was ihm Applaus bringt). Weil Birke gesunde Nahrungsmittel dem Industrieessen vorzieht. Um zu überzeugen, braucht er gerade mal fünf Minuten.

Birke Baehr ist 11 Jahre alt!

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Die Basler Zeitung liefert derzeit ein Lehrstück einer katastrophalen Unternehmenskommunikation ab. Dabei interessieren uns weniger der Inhalt der Statements von Verleger Martin Wagner oder die Kommentare von Chefredaktor Martin Somm in der eigenen Zeitung.

Die Basler Zeitung hat ihre Krisenkommunikation online nicht im Griff.

Und die ist inzwischen viel wichtiger, als das was in der Zeitung steht oder auf Telebasel oder sonstwo beteuert wird. Was online veröffentlicht wird, bleibt auf lange Zeit erhalten und kann jederzeit frisch gegoogelt werden.

Online-Meldungen geniessen beim Publikum eine hohe Glaubwürdigkeit.

Die Basler Zeitung veröffentlicht auf ihrem Onlineportal ihre eigenen Widersprüche. Wäre das nicht gänzlich ungewollt, könnte man der Unternehmensleitung zu dieser Transparenz eigentlich gratulieren.

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Der Film zum neuen Messaging System Titan von Facebook: It’s not Email! Doch es ist ein weiterer Schritt, die Kommunikation von Millionen von Menschen auf einer Plattform zu binden. Auf fast ewig.

Interessant ist deshalb die Schlussbemerkung mit dem Schuhkarton voller Briefe der Grossmutter. Facebook Messaging soll sich zum zeitgenössischen Schuhkarton mausern, wo die Enkelkinder in fünfzig Jahren in den Mitteilungen der Grossmutter stöbern können. Oder so ähnlich.

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Knapp zwei Drittel aller Kommunikationsfachleute sehen in Social Media noch immer die grösste Herausforderung für die Branche. Danach folgen die personelle Ausdünnung in den Redaktionen und der Druck, Erfolgsnachweise zu liefern.

FacebookTwitter und XING sind zwar weit verbreitet, aber ein Drittel der Unternehmen und ein Viertel der PR-Agenturen ist mit einem offiziellen Account noch gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten.

Dies hat eine Studie von News Aktuell in Deutschland ergeben. Wir können davon ausgehen, dass diese Zustandsbeschreibung auch für die Schweiz zutrifft.

Der Einsatz sozialer Netzwerke bereitet der Kommunikationsbranche Kopfzerbrechen. 63 Prozent aller PR-Fachleute empfinden darin aktuell die größte Herausforderung für ihren Job. Das gilt für Mitarbeiter in Pressestellen und Agenturen gleichermaßen.

Die Präsenz auf Social Media-Plattformen ist für viele Unternehmen und PR-Agenturen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Fast ein Drittel aller Pressestellenvertreter gibt an, dass das eigene Unternehmen auf keiner Plattform zu finden ist (31 Prozent).

Die Zahl der Agenturen, die keine eigene Social Media-Präsenz haben, liegt mit 25 Prozent nur knapp darunter. Im Branchenvergleich müssen vor allem Verbände und Verwaltungen kräftig nachlegen. Sie verzichten überdurchschnittlich oft auf eine Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken (38 Prozent).

Die Studie bringt noch etwas ans Licht: Generell sind PR-Schaffende noch immer Twitter-Muffel. Nur 16 Prozent aller Pressesprecher und PR-Fachkräfte nutzen den Nachrichtendienst täglich. Rund zwei Drittel twittern überhaupt nicht, obwohl Social Media mehrheitlich als größte Herausforderung genannt wurde.

Nur zwei Prozent checken morgens im Büro als erstes ihre Facebook- und Twitterkonten.

Trendmonitor: Pressearbeit und PR in einem neuen Medienzeitalter

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Letzte Woche hatte ich das Vergnügen vor Corporate Communications-Verantwortlichen von zwanzig Unternehmen meine Sicht der Online-Dinge erläutern zu dürfen. Ich habe sie ermutigt, sich so rasch wie möglich in die nicht mehr so neue Social Media-Welt einzuarbeiten.

Im eigenen Interessen. Da ist zum einen der eigene Job. Wer bis in zwei, drei Jahren sich nicht das zusätzliche Know-how geholt hat, wird es schwer haben, sich im Kommunikationsbusiness zu halten. Eine grössere Versicherungsgesellschaft beispielsweise, hat kürzlich zwei Videojournalisten angeheurt. VJ’s – das waren noch vor wenigen Jahren Journalisten auf der niedrigsten Stufe des Journalismus, von Roger Schawinski schlecht bezahlt. Heute sind das gesuchte Leute.

Folie aus meinem Vortrag: Jobbeschreibungen

Ich kann mich nur wiederholen: Wer sich jetzt intensiv mit den neuen Kommunikationskanälen beschäftigt und zwar nicht nur theoretisch sondern selbst bloggt, twittert, Facebook nutzt, Bilder auf Flickr postet und bei Youtube ein eigenen Account hält (empfehle Flip zum Üben), der kann sich auf eine gute berufliche Zukunft freuen.

Und auf eine überdurchschnittlich gute Bezahlung.

Wenn man sich kurz überlegt, dass praktisch alle Unternehmen sich derzeit mit Social Media beschäftigen und es noch kaum entsprechend ausgebildetes Personal gibt, dann kann man sich vorstellen, was im Jahr 2012 oder 2015 auf dem einschlägigen Arbeitsmarkt los sein wird.

Einen Vorgeschmack gibt Google. Um die Abwanderung von Spezialisten zu Facebook zu verhindern, hat das Unternehmen kürzlich Mitarbeitern mehrere Hunderttausend Dollar Handgeld fürs Bleiben offeriert. Einem Schlüsselmann gar 3,5 Mio. USD. Gut, das ist nicht unbedingt der Massstab. Aber das ist der Trend in diesem Bereich. Garantiert.

Sind das nicht rosige Aussichten?

Und für die Unternehmen gilt: Statt Social Media-Aktivitäten an teure PR- und Spezialagenturen auszulagern, sollten sie sofort Geld in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren.  Das ist schon bald gespartes Geld.

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