web analytics

Ich bin nun ja weit davon entfernt, dieses Blog zu einem Anti-Facebook-Blog machen zu wollen. Aber ich wundere mich schon. Darüber, wie wenig ich eigentlich über Facebook weiss.

Zum Beispiel die Sache mit dem “Gefällt mir / Like Button”, den auch ich hier installiert habe. Inzwischen ist dieses Ding auf über einer Million Seiten zu finden. Und selbstverständlich schmeichelt es meinem Ego, wenn jemand “Gefällt mir” drückt (danke).

Eben lese ich eine Nachricht von ReadWriteWeb, dass offensichtlich jeder Facebook-Account-Inhaber, der oder die eine dieser Webseiten mit dem Daumen-nach-oben-Händchen besucht, also beispielsweise gerade eben dieses Blog, automatisch den Facebook-Servern gemeldet wird.

So kann sich ein Bewegungsmuster ergeben, mit dem Facebook – ja was denn macht?

Na gut, das ist ja nicht neu. Spyware begleitet uns seit Langem. Und Spiegel Online beispielsweise und andere Seiten setzen bei meinem nächsten Besuch wohl kaum aus Jux ihr Cookie.

Wer nicht will, dass Facebook weiss, dass er hier und anderswo reingeschaut hat, dem kann geholfen werden. Sofern er mit Chrome unterwegs ist. Brian Kennish, der bei Google im Chrome-Team arbeitet, hat eine Facebook Disconnect-Erweiterung programmiert, privat, wie er festhält.

Ist diese aktiviert – ich habe es ausprobiert – verschwindet das “Gefällt mir”-Banner wie von Zauberhand. Und damit auch, so schreibt Brian, die Rückmeldung an die Facebooks Server. Man kann das Add-on ein- und abstellen, ganz nach Lust und Laune.

Jetzt bin ich gespannt, wie viele Besucher bei diesem Beitrag den “Gefällt mir”-Button drücken :-)

Update 21:00 Uhr: Facebookblocker sind offensichtlich ein Thema. Hier gibt’s einen für Firefox und Safari.

Related Posts:

,
Trackback

4 comments untill now

  1. Was FB damit macht, kann ich mir schon denken: Dir die Option geben, Dich für personalisierte Werbung bezahlen zu lassen. Wo ähnlich wie google. Aber mit einem entscheidenden Unterschied: Google serviert Werbung, die zu Deinem CONTENT passen. Also z.B. für mobile.de, wenn Du über Autos schreibst. Damit kriegt man aber 50% des Gesamtmarktes überhaupt nicht: Die Brand-Etats. Das deckt Facebook ab, denn Facebook serviert auf dem Platz Werbung, die zu Deinen LESERN passt.
    Wenn ich also eine neue Jeansmarke bekannt machen möchte bei einer Zielgruppe “weiblich, zwischen 16 und 20, in Städten über 100.000 Einwohnern” – dann kann google mir das nicht liefern. Facebook schon. Und Du kannst daran mitverdienen.

  2. Was neben diesem Konsumentenaspekt eben auch noch interessant ist, ist, dass Facebook mit der Zeit besser über die Zusammensetzung der Besucher einer Website Bescheid weiss, als der Betreiber der Website selbst. So ähnlich wie die Verlage, die heute keine Ahnung haben, wer ihre Abonnenten sind, Appel hingegen genau weiss, was ich in den letzten Wochen nebst dem ZEIT-Abo über mein iTunes- Konto gekauft habe.

  3. Ironie der Sache dass ein Google Mitarbeiter dies zur Verfügung stellt, denn Google Analytics ist auf rund 80% aller Webseiten welche man besucht drauf und macht genau dasselbe, aufzeichnen wer wohin geht.

    Wer das nicht will bleibt besser offline.

  4. [...] hier den Beitrag weiterlesen: MANFRED MESSMER ¦ online relationsDie Sache mit dem Facebook Like … [...]

Add your comment now