Eigentlich möchten wir ja alle verstehen, was denn so abgeht in den Social Networks und vor allem: Was denn das für Typen sind, die sich in diesen tummeln. Denn wenn man das weiss, ist es leichter mit den Millionen von Menschen im Netz ins Geschäft zu kommen. Oder zumindest in einen engagierten Dialog zu treten.
Eine Studie im Auftrag von MTV und VW hat sechs Nutzertypen hervorgebracht, an die wir uns künftig richten können. Durchgeführt wurde die Studie in zehn Ländern und das Zielpublikum waren Jugendliche, was bis 30 gilt.
Die “Mediacs” stellen mit 23 Prozent den grössten Anteil. Sie sind sehr engagiert in sozialen Netzen unterwegs,verbringen mit über 160 Minuten täglich die meiste Zeit in den Networks und gehen zu mehr als einem Viertel (28 Prozent) meist über das Handy ins Netzwerk.
Die “Tagtics” nutzen die Netzwerke eher, um gezielt an Informationen heranzukommen. Sie sind nicht so engagiert wie die Mediacs. Sie stellen einen Anteil von 22 Prozent der Befragten.
Die “Skipits”, die Skeptiker, sind mit 17 Prozent drittgrösste Gruppe. Sie stehen sozialen Netzwerken distanziert gegenüber. Ihnen fällt es schwer, den Sinn solcher Netzwerke zu erkennen . Sie nutzen allerdings auch alle anderen Medien weniger.
Die “Funatics” sind vor allem auf der Suche nach Entertainment in den sozialen Netzen und schauen lieber zu was die anderen machen statt selbst aktiv zu werden. Die Funatics sind zu zwei Dritteln weiblich.
Die “Crewsers” ( 13 Prozent) sehen soziale Netzwerke vorwiegend als Ort des Austauschs mit Freunden.
Dann gibt es noch die “Nobuddies” (12 Prozent). Es handelt sich hierbei um die Gruppe derer, die soziale Netzwerke nicht nutzen wollen oder es einmal probiert haben und dann damit aufgehört haben. Als Gründe für den Ausstieg nannten sie, keine Zeit zu haben, die Angst, süchtig zu werden, oder Belästigungen durch andere. Ein Viertel der Nobuddies mag auch aus datenschutzrechtlichen Bedenken nicht mitmachen.
Irgendwie haben wir es aber auch ohne Studie geahnt, dass es den unterschiedlichen Umgang mit den Social Networks gibt. Besonders die Skeptiker haben es uns angetan. Sei’s drum. Nun haben wir wenigstens von Marktforschern knackige Begriffe .
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