Es gibt ja nichts Langweiligeres als diese standardisierten PowerPointfolien. Wenn dann der Redner zu seinen Titel-Text-Bullet-Point-Folien, statt eine Story zu erzählen, den Text abliest, ist der Vortrag nur noch ärgerlich und für die Zuhörer reine Zeitverschwendung.
Wie man es besser machen kann, wird in den Vorträgen von TED gezeigt. Als Beispiel hier der Link zu Sebastian Seung: I am my connectome. Ganz grosse Klasse (wer ein iPad besitzt, wie ich, kann sich solche Vorträge dort ansehen, wo es am Gemütlichsten ist. Im Bett.)
Die nächste grosse Geschichte, die in wenigen Jahren zur Standardtechnik guter Präsentationen werden wird, ist “Augmented Reality”.
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Augemented Reality
Eigentlich möchten wir ja alle verstehen, was denn so abgeht in den Social Networks und vor allem: Was denn das für Typen sind, die sich in diesen tummeln. Denn wenn man das weiss, ist es leichter mit den Millionen von Menschen im Netz ins Geschäft zu kommen. Oder zumindest in einen engagierten Dialog zu treten.
Eine Studie im Auftrag von MTV und VW hat sechs Nutzertypen hervorgebracht, an die wir uns künftig richten können. Durchgeführt wurde die Studie in zehn Ländern und das Zielpublikum waren Jugendliche, was bis 30 gilt.
Die “Mediacs” stellen mit 23 Prozent den grössten Anteil. Sie sind sehr engagiert in sozialen Netzen unterwegs,verbringen mit über 160 Minuten täglich die meiste Zeit in den Networks und gehen zu mehr als einem Viertel (28 Prozent) meist über das Handy ins Netzwerk.
Die “Tagtics” nutzen die Netzwerke eher, um gezielt an Informationen heranzukommen. Sie sind nicht so engagiert wie die Mediacs. Sie stellen einen Anteil von 22 Prozent der Befragten.
Die “Skipits”, die Skeptiker, sind mit 17 Prozent drittgrösste Gruppe. Sie stehen sozialen Netzwerken distanziert gegenüber. Ihnen fällt es schwer, den Sinn solcher Netzwerke zu erkennen . Sie nutzen allerdings auch alle anderen Medien weniger.
Die “Funatics” sind vor allem auf der Suche nach Entertainment in den sozialen Netzen und schauen lieber zu was die anderen machen statt selbst aktiv zu werden. Die Funatics sind zu zwei Dritteln weiblich.
Die “Crewsers” ( 13 Prozent) sehen soziale Netzwerke vorwiegend als Ort des Austauschs mit Freunden.
Dann gibt es noch die “Nobuddies” (12 Prozent). Es handelt sich hierbei um die Gruppe derer, die soziale Netzwerke nicht nutzen wollen oder es einmal probiert haben und dann damit aufgehört haben. Als Gründe für den Ausstieg nannten sie, keine Zeit zu haben, die Angst, süchtig zu werden, oder Belästigungen durch andere. Ein Viertel der Nobuddies mag auch aus datenschutzrechtlichen Bedenken nicht mitmachen.
Irgendwie haben wir es aber auch ohne Studie geahnt, dass es den unterschiedlichen Umgang mit den Social Networks gibt. Besonders die Skeptiker haben es uns angetan. Sei’s drum. Nun haben wir wenigstens von Marktforschern knackige Begriffe .
Marketing, Social Networks
Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob es auf Facebook eigentlich eine Indexseite gäbe, die man durchstöbern könne, um interessante Leute und besonders auch Firmen zu entdecken.

Vor wenigen Tagen hat Facebook diesem Wunsch entsprochen und den “Facebook Pages Browser” aufgeschaltet. Und wie es sich gehört, sieht nicht jeder Facebook-Nutzer dieselbe Titelseite. Je nach dem, von welchen Seiten man ein Fan ist, wo man schon mal den Like-Button gedrückt hat, aus welchem Land man kommt, welche Freunde man hat, was denen so gefällt und dazu noch eine Auswahl der populärsten Seiten überhaupt (Obama ist immer dabei), bekommt man ein buntes Gemisch von Fanseiten geliefert.
Die Intention ist klar: Facebook-Nutzern soll die Suche nach Seiten mit ihren speziellen Interessen (Sport, Politik, Unterhalten etc.) erleichtert werden, d.h., sie sollen gar nicht mehr suchen müssen, sondern nur noch stöbern.
Aufmerksamen Facebook-Nutzern wird sofort auffallen, dass der Facebook-Browser eine Momentaufnahme des eigenen Facebook-Ich liefert. Nachdenkenswert.
Facebook, Social Cummunities, Social Networks
Roche hat kürzlich eine grossen Schritt in Richtung Social Networks getan. Die Ansage ist auf der neu hinzugefügten Webpage kurz und verständlich:
Roche nutzt aktiv auch neue Social Media Plattformen, um in Dialog mit ihren Anspruchsgruppen (Stakeholdern) zu treten. Wie in unserer Communication Policy festgelegt, wollen wir ein transparentes Unternehmen sein und begrüssen daher diese neue Form der Kommunikation.
Die “Roche Grundsätze für Social Media” (Social Media Guidelines)sind denn auch ebenso kurz wie auch verständlich formuliert:
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Corporate Communications, Social Media Guidelines
Lange Zeit hat man sich ja gefragt, wie man denn mit Facebook überhaupt Geld verdienen könne. Anfangs 2009 musste das Netzwerk noch 500 Mio. USD am Markt aufnehmen, um sich leistungsfähigere Server kaufen zu können.
Die Frage wird vom Wallstreet Journal mit neuesten Zahlen überaus deutlich beantwortet: Facebook wird dieses Jahr mit seinen rund 1’400 Mitarbeitern die Milliarden-Umsatzgrenze reissen wird.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden auf Facebook allein in den USA die kaum vorstellbare Zahl von 176.3 Milliarden Werbebanner geschaltet. Damit hat Facebook die beiden Rivalen Yahoo (131.6) und Microsoft (60.2) deutlich hinter sich gelassen.
Innerhalb nur eines Jahres, vom April 2009 bis April 2010, wuchs der Marktanteil von Facebook am US-Internetwerbemarkt von 2 % auf 20 %.
Zu einer weiteren wichtigen Einnahmequelle entwickelt sich der Handel mit sogenannten “Credits”, der Währung auf Facebook. Rund 300 Mio. USD Umsatz, so wird geschätzt, werde Facebook dieses Jahr mit den “Credits” erzielen.
Chips und Coupons werden in den USA inzwischen in verschiedenen Supermärkten angeboten. Wem kein passendes Geschenk für seine Freunde einfällt, kauft ihnen “Credits”, mit denen dann im Binnenmarkt “Facebook” allerlei Sinn und Unsinn gekauft werden kann.
Wir sind gespannt auf die Zahlen von Europa.
Facebook, Werbung