Nicht nur bei Apple herrscht Goldgräberstimmung, auch bei vielen Webagenturen in der Schweiz. Hatte die Branche in den letzten Jahren für ihre Dienstleistungen einen dramatischen Preiszerfall hinnehmen müssen, sieht sie dank des iPad und des iPhones Morgenröte am Horizont.
Das magische Wort zum neuen Glück heisst “App”, das Kürzel für “Application”. Nur mit einer “Application”, einem Anwendungsprogramm, lassen sich die verschiedensten Programmfunktionen, die so ein Computer , so ein Smartphone oder eben das iPad zulässt, überhaupt ausführen. Apps bereichern jedes Smartphone.
Woraus zu folgern ist, dass es sich bei einem App nicht einfach um eine grafisch schön gestaltete Webadresse handelt, sondern um eine zum Teil recht aufwendige Programmierung der dahinterliegenden Website.
Eine letzte Zahl stammt vom Januar 2010, wonach es allein für das iPhone inzwischen 180’000 Apps gibt. Und es kommen täglich neue hinzu. (Google könnte in diesem Angebotsdschungel hier einmal mehr die Rettung sein, in dem die Suchmaschine auch Apps anzeigt.) Die Zahl der Downloads hat schon letzten September die 2-Milliardengrenze überschritten.
Beim Umfang dieses Angebots liegt die Krux und auch der Grund, weshalb ich Firmen derzeit davon abrate, auf den App-Hype-Zug aufzuspringen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich irgendjemand für das hauseigene App interessiert, wird immer kleiner. Und das bei Kosten von 20’000 Franken aufwärts mit einer Obergrenze bei gut 250’000 Franken, welche die Branche für die Entwicklung eines Apps verlangt.
Dabei ist nicht allein die Programmierung aufwendig, es muss zuerst eine ziemlich intensive interne Diskussion über das “Weshalb” geführt werden. Parallel zur Entwicklung des App müssen Marketingabläufe und die Unternehmenskommunikation auf die möglichen User, die da kommen werden, ausgerichtet werden.
Man rechnet damit, dass nach Abschluss dieses internen Prozesses es rund ein halbes Jahr dauert, bis das eigene App von den Smartphone-Usern heruntergeladen werden kann. Denn schliesslich prüfen am Schluss des Prozesses auch noch die Apple-Leute jedes einzelne App und auch denen sollte man dafür mindestens zwei Wochen einräumen.
Diese erhalten rund 10’000 Apps pro Woche zum Begutachten. Und wie Entwickler erklären, schaut sich Apple jedes genau an und gibt manchmal auch detaillierte Tipps, wie man so ein App noch verbessern kann.
Was soll man also tun, damit die Firmenwebsite, die unterhaltsame Promotionswebsite für ein spezielles Produkt auf dem iPad und dem Smartphones sauber lesbar sind?
Wer seine Website demnächst neu gestalten will, sollte die Tabletts als Ausgangspunkt für das technische und gestalterische Pflichtenheft der neuen Website wählen. Hier muss man gewisse Kompromisse eingehen, beispielsweise bei der Schriftgrösse, die für Tabletts leicht grösser sein muss, als für den PC-Bildschirm.
Man kann davon ausgehen, dass die allermeisten User den Zugang zur firmeneigenen Website auch künftig via Browser und Suchmaschine finden werden. Der wichtigste Browser für die Apple-Produkte ist Safari.
Problematischer stellt sich die Situation bei der Android-Konkurrenz dar. Offensichtlich ist es so, dass trotz gemeinsamem Betriebssystem für jedes Geräte der verschiedenen Hersteller spezielle Anpassungen vorgenommen werden müssen. Mit den entsprechenden Kosten.
PS: Am 7. Juni wird bei mir der Postmann zweimal klingeln.


Schade, dass Sie Ihren RSS-Feed nun kürzen … ist das Absicht?
Nochmals: Schade, dass Sie Ihren RSS-Feed nun kürzen … ist das Absicht?
Ist geändert.
Perfekt, vielen Dank!
Wir werden auch immer wieder von Firmen angefragt für die Entwicklung von APPS. Um diesen Beitrag sind wir sehr dankbar.
Mit Apps allein ist es nicht getan. Sinn oder Unsinn? Das ist die Frage…