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Kinder und das Internet – für die heutigen Eltern stellen sich völlig neue Erziehungsfragen. Und es gibt dazu noch wenige Antworten, denn die Digital Natives selbst haben noch keine Kinder.
Eben bin ich auf einen sehr informativen Leitfaden gestossen, den ich gerne weiterempfehlen möchte: “Meine Kinder in Sozialen Netzwerken - 10 Tipps für Eltern, um den richtigen Umgang zu fördern” . Herausgegeben wurde der Leitfaden vom deutschen Bundesverband Digitale Wirtschaft ((BVDW).

Auszug:

  • Was sollen Eltern tun?
    Wenn Kinder und Jugendliche das Internet nutzen, müssen Sie als Eltern sich selbst den Herausforderungen der neuen Medienwelt stellen und sich über die Aktivitäten Ihrer Kinder im Netz informieren.
  • Internet verbieten?
    Ein grundsätzliches Verbot oder eine starke Einschränkung der Internetnutzung für Kinder hilft nur zur vorübergehenden Problemlösung. Zudem führt ein solches Verbot dazu, dass die generelle Entwicklung des Kindes im Online-Bereich verhindert wird, was wiederrum für die Schul- und Berufsausbildung ein Hindernis darstellt.
  • Wie viel Zeit im Internet verbringen?
    Eine goldene Regel, wie viel Zeit ein Kind vor dem Computer verbringen sollte, gibt es grundsätzlich nicht. Prüfen Sie in erster Linie selbst, ob der Tagesablauf Ihres Kindes ausgewogen ist und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber.
  • Welche persönlichen Informationen weitergeben?
    Einige Heranwachsende nehmen soziale Netzwerke als privaten Raum wahr, in dem sie sich in Ruhe mit ihren Freunden austauschen und neue Freunde kennenlernen können. Deshalb muss das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen dahin gehend geschärft werden, dass die aktive Nutzung sozialer Netzwerke eben gerade nicht einem intimen Telefongespräch mit der besten Freundin gleichzustellen ist, sondern eine Vielzahl von Personen erreicht, die beispielsweise Fotos, Videos oder Statusmeldungen sehen können
  • Welche Rechte haben Kinder / Eltern?
    Grundsätzlich geniessen sowohl Eltern als auch ihre Kinder im Internet dieselben Rechte, wie auch in der „offline“-Welt. Entgegen oftmals zitierter Behauptungen ist das Internet kein rechtsfreier Raum. Tatsächlich unterliegen insbesondere Daten- und Jugendschutz in Telemedien umfangreich rechtlichen Regelungen. Werden die Rechte des Kindes in einem sozialen Netzwerk verletzt werden, sollte zunächst der Betreiber kontaktiert werden, um schnelle Abhilfe fordern. Allenfalls kann man sich auch die Polizei oder die Datenschutzbeauftragen wenden.
  • Was tun gegen Stalking und Mobbing?
    Der Schutz vor Belästigung ergibt sich aus dem Strafgesetzbuch (StGB). Im StGB sind Handlungen unter Strafe gestellt, die leider auch in sozialen Netzwerken vorkommen. Typische Straftaten sind Beleidigungen und Nachstellungen (sogenanntes Stalking). Gegen beide Straftaten können und sollten Sie sich zur Wehr setzen.
    Mobbing entsteht in der Regel nicht im Internet, sondern innerhalb kleiner sozialer Gefüge wie Schulklassen oder Freundeskreisen. Deswegen ist es wichtig, die Ursachen anzusprechen und das Problem an der Wurzel zu lösen. Kommt Mobbing in sozialen Netzwerken vor, liegt fast immer ein Verstoss gegen die Regeln des Betreibers vor, da Mobbing, Verleumdung oder Beleidigungen von den meisten Anbietern strikt verboten sind.

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