Man kann nicht unbedingt behaupten, die Schweizer seien grosse Fussballfans. Zumindest nicht auf Facebook. Die offizielle Präsenz der Schweizer Fussballnationalmannschaft bringt es derzeit gerade mal auf 1’900 Fans. Das Engagement des Verbands auf Facebook ist denn auch ein gutes Beispiel dafür, wie man es NICHT machen soll.
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Viele Unternehmen, die derzeit ins Facebook drängeln, möchten dort einfach mal präsent sein. So wie mit ihrer Website im Internet. Die Leute sollen sich gefälligst melden, wenn sie etwas wollen.Am liebsten mit einer E-Mail oder noch besser: Nach vier Klicks mit dem “Ihre Frage”-Formular in der Rubrik “Kontakt”. Deshalb kann man auf der Facebook-Seite des SFV keine Kommentare schreibt. Die einzige Notiz, die man lesen kann, ist die: “Swiss Football Association ist Facebook beigetreten.” Das Begeisterungspotenzial von inzwischen über 2 Mio. Facebook-Usern in der Schweiz bleibt so ungenutzt. (Gut, wir nehmen mal an, es gäbe ein solches.)
Wer sich nicht wirklich engagieren will, wer nicht über Mitarbeiter mit Social Network-Knowhow verfügt, soll lieber die Finger von den Social Networks lassen, statt den Ruf des Unternehmens oder des Verbandes zu ramponieren.
Die Anhänger der Deutschen Nationalmannschaft sind mit etwas über 10’000 Fans auch nicht gerade üppig präsent. Doch immerhin wird hier zumindest diskutiert. Recht lebhaft geht es auf der Fanseite von Bafana Bafana zu und her. Die Südafrikaner haben bei einer Internetbevölkerung von 4.5 Mio. inzwischen 36’000 Fans. Und die reden mit. (Zwischenbemerkung für Anglisten: Die Seite ist ein Beispiel dafür, wie sich die englische Sprache in verschiedensten Regionen sehr eigenständig weiterentwickelt.)
Wer also noch vor Beginn der Fussball-WM auf Facebook Fan einer Mannschaft werden will, kann das auf der Seite von “Sports on Facebook” wie immer mit einem einzigen Klick tun. Die Macher haben einen Wettbewerb gestartet, der fortlaufend zeigt, welche Nationalmannschaft die grösste Fangemeinde hat. Derzeit liegt Chile mit 351’000 Fans vor Honduras mit 31’000 Fans. Aber in diesem Land sind auch nur etwas über 900’000 Leute online.


Schweinsteiger tausendfacher Dank für diesen herausragenden Sieg.