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  • Führungskräfte nutzen intensiv und mit Lust die modernen Kommunikationsmittel.
  • Doch ihr Wissen über die Web 2.0-Kommunikation ist zumeist dürftig.
  • Sie entscheiden über Web-Projekte in ihren Unternehmen, ohne wirklich eine Ahnung zu haben.
  • Das ist erstaunlich und teuer.

Das zentrale Problem beim Web 2.0 ist, dass die Entscheidungsträger in den Unternehmen – CEO, Verwaltungsratspräsidenten – wenig bis keine Ahnung von der neuen Kommunikationswelt haben. Deshalb tun sich in der realen Welt die allermeisten Unternehmen sehr schwer, in Social Media-Aktivitäten zu investieren oder gar einen Social Media Newsroom einzurichten.

Man weiss zwar nur Ungefähres, aber dieses mündet in eine Befürchtung: Man verliert die Kontrolle über Marke und Produkt.

Dabei ist erstaunlich, dass es gerade unter den CEO’s echte Gadget-Freaks gibt, für die Surfen im Internet mit dem BlackBerry schon längst und mit dem iPhone seit ein paar Monaten eine Selbstverständlichkeit ist, ganz abgesehen davon, dass sie auf ihrem Smartphone inzwischen mehr E-Mails lesen und schreiben, als an ihrem Schreibtischcomputer.

Was für sie also eine Selbstverständlichkeit ist, soll für die Konsumenten ihrer Produkte keine sein?

Die Diskrepanz zwischen dem Besitz modernster Hardware und dem Willen, die neuen Möglichkeiten offensiv fürs eigene Unternehmen zu nutzen, liegt darin, dass man eine völlig neue Konsumentenwelt denken zu muss. Und das ist eine echte Herausforderung.

Man ist sich zwar bewusst, dass viele Schweizer einen PC oder einen Laptop zuhause (tatsächlich sind es gemäss Mediascope Europe fast alle: 92% der befragten Schweizer/innen gab an, einen Fernseher im Haushalt zu haben; noch mehr Schweizer haben aber PC oder Laptop zuhause, nämlich 95%! Mit 74% an dritter Stelle steht das klassische Radio), doch was die tun, wie sie sich beispielsweise auf Facebook und in Blogs unterhalten (2,6 Mio. Schweizer-Accounts), wie sie sich in Foren über die Produkte des Unternehmens unterhalten, ist für sie ein Buch mit sieben Siegeln.

Die Führungskräfte kommen nicht darum herum, sich mit den neuen Kommunikationsinstrumenten und –kanälen intensiv auseinanderzusetzen. Sie tun dies am Besten bevor die IT und die Marketingabteilung ihren Kreditantrag für einen neuen Internetauftritt auf den Tisch legen.

Denn in den Dutzenden von Konzeptseiten, mit oftmals kryptischen Detailschilderungen, sind es zumeist die leicht verständlichen Nebensätze, welche in Tat und Wahrheit die grossen Unbekannten darstellen und damit die grössten Kosten verursachen.

EIAA_Mediascope 2010_Schweiz

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