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Viele grosse internationale Konzerne wie Novartis, Lufthansa, Nestlé oder VW sind auf Twitter aktiv. Es stellt sich also nicht mehr die Frage, ob man als Unternehmen auf Twitter aktiv werden soll oder nicht. Es ist nur noch die Frage des Wann. Denn Twitter ist für die Unternehmen zu einem wichtigen Marketinginstrument geworden. Und zu einem neuen Infokanal.

Inzwischen muss man ja niemandem erklären, dass es sich bei Twitter um eine Art webgestützem  SMS-Dienst handelt, wo man mit 140 Zeichen sich und der Welt die Welt erklärt.  Das 2006 in San Francisco gegründete Unternehmen betreibt das am schnellsten wachsende Social Network der Welt.

Ende 2009 hatte Twitter 75 Mio. User weltweit, wobei die USA die stärkste Anhängerschaft stellt. Verglichen mit den 300 Mio. Mitgliedern von Facebook, ist das noch immer etwas bescheiden.

Die Twitter-Botschaften lassen sich grob in sechs Kategorien einteilen.

  • News
  • Spam
  • Eigenwerbung
  • Sinnloses Blabla
  • Konversationen
  • Weitergereichte Informationen

Für Unternehmen kann Twitter durchaus interessant sein. Lufthansa und die Deutsche Bahn nutzen Twitter unter anderem für aktuelle Meldungen für ihre Kunden. Doch Twitter ist auch ein weiterer Kanal, wo man nachschauen kann, was Kunden über einem denken. Davon kann derzeit Toyota ein Lied singen.

Dank der auf Twitter geltenden Regel, wichtige Schlagworte mit einem Hashtag (#) zu versehen, ist die Suche nach Stichworten recht einfach zu bewerkstelligen.

Wer als Unternehmen einen Twitter-Account pflegt, kann sich aber auch direkt bei Twitterern einklinken, wenn diese über Dinge schreiben, die mit dem eigenen Unternehmen etwas zu tun haben: Man folgt dem Twitterer.

Der Twitterer wird daraufhin eine Meldung erhalten “XXX is now following you on Twitter” mit einem Link. Der kann dann zu einer Seite führen, wo ein Unternehmen beispielsweise schreibt:

Wenn Sie diese Seite gefunden haben, weil Sie die Meldung bekommen haben “”XXX is now following you on Twitter”, ist es nur deshalb, weil Sie kürzlich über mmmmm geschrieben haben. Wenn Sie sich für mmmmmm interessieren, dann ist es möglich, dass Sie diese Website interessiert. Dort finden Sie alles über mmmmm. Überdies veranstalten wir gerade einen Wettbewerb, bei dem wir 5’000 mmmmmm verlosen. Wenn wir uns geirrt haben, dann nutzen Sie diesen Link. Wir werden innerhalb von 48 Stunden unseren Followerstatus auf “unfollow” schalten. (Uns interessieren keine persönlichen Informationen über Sie ausser Ihrem Twitternamen.)

So oder ähnlich könnte man das machen. Das Beispiel ist übrigens echt. Es ist Amazon, die so kommunizieren.

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2 comments untill now

  1. Wer als Unternehmen einen Twitter-Account pflegt, kann sich aber auch direkt bei Twitterern einklinken, wenn diese über Dinge schreiben, die mit dem eigenen Unternehmen etwas zu tun haben: Man folgt dem Twitterer.

    … aber bitte nicht automatisch – mich nervt diese Art von Follower-Spam mittlerweile fast täglich. Kürzlich enthielt einer meiner Tweets das Wort «Utah» und prompt folgten mir unzählige Immobilienhaie aus dem Bundesstaat Utah automatisch. Dito bei vielen anderen Begriffen.

    Opt-out wie im zitierten Beispiel hilft wenig – dann ist es bereits zu spät. Und wieso man 48 Stunden benötigt um jemandem nicht mehr zu folgen, nachdem das Folgen Sekundenbruchteile in Anspruch nahm, ist erklärungsbedürftig …

  2. Diese Art zu “twittern” die z.B. von Amazon praktiziert wir, halte ich für wenig Kundenorientiert. Für meinen Geschmack wirklich einfach Spam. Es geht auch anders. Ein großer Personaldienstleister beispielsweise schaltet via Twitter Stellenanzeigen und informiert über das Unternehmen, Strategien, Ziele etc. ohne generierte Mitteilungen. So sollte es sein, das Interesse der User ist entscheidend.

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