Von der Pressemitteilung zum Social Media Release
Es hat mich vor Jahren einige Überzeugungsarbeit gekostet, meine Kunden dahin zu führen, dass man in einer Medienmitteilung Zitate des CEO einbauen kann. Doch die klassische Medienmitteilung verliert vor allem deshalb an Bedeutung, weil die Konsumenten sich heute mehr anhand von Online-Informationen eine Meinung bilden als über die klassischen Medien.
Heute ist der klassische Aufbau einer Pressemitteilung mit Botschaft, Quotes und Ansprechpartner Standard und es wird derzeit eher über die Frage diskutiert, ob man die Quotes in den Lauftext einfügen oder im Sinne von Textbausteinen am Ende des Informationstextes hinstellen soll.
Doch diese Diskussion ist müssig. Die Frage lautet vielmehr, wie man künftig überhaupt mit Pressemitteilungen verfahren soll. Im Grunde genommen sind die Pressemitteilunge der meisten Unternehmen zum Abwinken langweilig und oftmals schlecht formuliert. Meine zentrale Kritik: Sie entsprechen nicht mehr den aktuellen publizistischen Möglichkeiten.
Man könnte also ganz auf die Pressemitteilung verzichten, nichts mehr über die herkömmlichen Newswires wie beispielsweise PR-Wire oder Newsaktuell verbreiten.
Statt einer klassischen Pressemitteilung verbreitet man seine News als “Social Media Release”.
Dabei geht es nicht mehr um die Frage der Distribution sondern um Empowerment und um Meinungsaustausch.
Dazu braucht man auf seiner Website eine Bloggersoftware und baut sich einen eigenen Newsroom auf, den man mit Twitter und Facebook verbinden kann.
Die “Social Media-Version”besteht nicht mehr allein aus Text und Quotes, sondern die Botschaft kann mit Video, Audio, Grafiken usw. verstärkt werden.
Damit kann nicht nur Geld gespart werden, man behält die Kontrolle über die Marke und den Inhalt. Und dank der Kommentarfunktion, kann man sofort ein Feedback der Empfänger erhalten. Zudem können Medien, Blogger auf den Originaltext verlinken, kann er über Social Bookmarks weiter verbreitet werden.
Will man noch mehr Aufmerksam generieren, kann eine AdWords-Kampagne geschaltet werden.
Die klassische Medienmitteilung verliert vor allem deshalb an Bedeutung, weil die Konsumenten sich heute mehr anhand von Online-Informationen eine Meinung bilden als über die klassischen Medien.
Gut, weil man für diesen nächsten Schritt in der Unternehmenskommunikation zunächst einiges an Überzeugungsarbeit leisten muss, kann man für eine gewisse Zeit eine duale Strategie fahren: Klassische Pressemitteilung über Newswire und “Social Media Release” über die eigenen Kanäle.
Damit das nicht bloss als Theorie verstanden wird, hier noch Beispiele, wie das bereits funktioniert: General Motors, Cisco, Electrolux
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gebaeude
10 Mar 10 at 11:54