Die Verleger in aller Welt hoffen auf den iPad. Denn damit liessen sich Online-Inhalte endlich auch verkaufen. Die elektronische Zeitung als Zukunft für die Verlage? Der amerikanische Kommunikationsspezialist Martin Langeveld sieht demgegenüber schwarz für die Verlage. Es werden noch mehr Inserate ins Netz abwandern.
Langeveld sieht dank dem iPad und ähnlichen Geräten einen gewaltigen Umsatzzuwachs fürs Onlinegeschäft voraus. 2009 wurden in den USA für 1.2 Mia. USD Waren online abgesetzt. Experten rechnen bis ins Jahr 2015 einen Umsatzsprung auf 119 Mia. USD.
Auch die Werbung wird sich dank dem iPad verstärkt ins Web verlagern. Ersetzen werden die E-Reader in einer ersten Phase die traditionellen Warenhauskataloge. Auf einem iPad können die verschiedenen Artikel viel besser dargestellt werden und es ist der Einsatz von Multimediainstrumenten möglich.
Attraktiv wird dieser Kanal auch für Direct Mail-Aktionen, eine Aussicht, welche in der Branche bereits eine gewisse Nervosität auslöst. In einer nächsten Phase wird es auch die Verlage mit ihren Zeitschriften und Zeitungen treffen.
Denn in den kommenden Jahren wird sich der Medienkonsum auf mobile Plattformen verlagern. Und da wird die Werbeindustrie mitgehen. Zeitungsbeilagen wie Prospekte werden schon in wenigen Jahren nur noch über mobile Plattformen den Konsumenten geliefert.
Langeveld rechnet damit, dass bis zu 70% der US-Bevölkerung mittels iPad und Co. ständig online sein werden. Das Medienverhalten wird sich also nochmals und dieses Mal endgültig verändern.
Quelle: News after Newspapers


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