Die aktuellen Zahlen und repräsentativen Umfragen zeigen: Die Fokussierung der Corporate Communications auf die traditionellen Medien muss sich ändern. Deshalb ist auch der Verwaltungsrat gefordert. Er muss neue Richtlinien für die Unternehmenskommunikation erlassen.
Die Konsumenten, die Kunden, Shareholder, Analysten und Stakeholder verändern ihr Verhalten fundamental: Sie vertrauen je länger je mehr auf Informationen aus dem Internet.
Zu den Verlierern gehören herkömmliche Informationsquellen wie Werbung und klassische Medien; TV, Radio und Zeitungen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.Doch nicht nur bei klassischen Marketingthemen ist diese veränderte Informationsverhalten zu beobachten, sondern auch wenn es um politische Themen geht, um Umweltfragen, um öffentliche Debatten. Online gewinnt auch hier an Boden.
Die Online-Kommunikation ist ein in Verwaltungsräten noch wenig beachtetes Thema. Wie überhaupt die Unternehmenskommunikation, Corporate Communications, noch immer an den CEO, das Top-Management, delegiert wird.
Doch es ist Zeit, dass das Thema Unternehmenskommunikation zu einem regelmässigen Thema auf der Traktandenliste des Verwaltungsrats wird. Denn er steht in der Verantwortung.
Die Unternehmenskommunikation dient nicht mehr zur Selbstdarstellung des Führungspersonals, sondern ist ein strategisches Instrument und gehört deshalb vom Verwaltungsrat überwacht.
Der Verwaltungsrat muss dafür sorgen, dass das Unternehmen über eine Online-Strategie verfügt, die über die Nur-Präsenz und Marketingaspekte hinausreicht. Stichworte dazu: Newsportal statt Mediencorner, Blog für Krisenzeiten, Online-Reputation des Unternehmens und seiner Marken, Identity-Diebstahl in Social Networks, Dialogkultur intern und extern, Konsumentenforen, Wikis und CEO- und Marketing-Blogs, Regeln für Mitarbeiter, die sich in Communities und Blogs engagieren, Richtlinien für die Kommunikation im Web, Ausweitung des Monitoring, Anpassung der Stellenbeschriebe für Corporate Communications-Mitarbeiter.
Eine Argumentationshilfe für VR-Präsidenten: Der Verwaltungsrat muss wissen was online läuft


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