Digitales Suchtverhalten – betroffen sind auch Social Networks-Verweigerer
Ich erlebe immer wieder grosses Kopfschütteln, wenn es um das Nutzerverhalten in Social Networks geht. Immerhin verbringen Internetnutzer durchschnittlich 22 Prozent ihrer Online-Zeit mit Social Media-Aktivitäten. Weltweit. Woher nehmen die Leute all die Zeit? Man lese lieber Zeitung, schaue fern, gehe mit Freunden aus oder Joggen, wird mir gesagt.
Das tönt ja gut aber entspricht in keiner Art und Weise der Wirklichkeit. Denn Read the rest of this entry »
Steiler Anstieg der älteren Generation in Social Networks
Eine neue amerikanische Studie zeigt einen markanten Anstieg der 50- bis 64-Jährigen Internetnutzer in Social Networks: Inzwischen sind 47% (April 2009: 23%) dieser US-Altersgruppe in Social Networks aktiv.
Bei den 65-Jährigen und älter sind es 26% (April 2009: 13%).
Interessant ist, dass diese Altersgruppe, welche das Stammpublikum von Zeitungen und Fernsehen bilden, nun ebenfalls für Nachrichten und Informationen ins Netz abwandert:Gemäss der Studie nutzen 76% der 50- bis 64-Jährigen Online-News als tägliche Informationsquellen.
Mit anderen Worten: Sie nutzen das Internet und Social Networks so, wie alle anderen Altersgruppen auch.
Wenn man sich die aktuellen Facebook-Zahlen für die Schweiz ansieht, dann zählen von den derzeit 2,2 Mio. Nutzern rund 157’000 zur Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen (7%), 41’940 sind 65+ (2%).
Da dieser Trend anhalten wird, werden nun auch ältere Zielgruppen für spezifische Marketingmassnahmen in Social Networks interessant. Denn diese Altersgruppe verfügt über genügend frei verfügbares Geld, um sich auch etwas leisten zu können.
Ein weiterer Grund, weshalb Unternehmen vermehrt Facebook und andere Social Networks nicht mehr werden ignorieren können: Die von den Marketingverantwortlichen und CEO’s zum Teil vehement vertretene Ansicht , Facebook et al seien ein Tummelplatz für Jugendliche, gilt je länger desto mehr nicht mehr.
Gesosocial Universe – Zahlen und ein neuer Begriff

Facebook hat seit Neuestem 500 Mio. Mitglieder. Und liegt damit auf Platz 2 hinter Skype mit 590 Mio. Mitgliedern.
Allerdings kann man einwenden, Jess3, die amerikanische Datengrafik-Agentur, welche die Zahlen zusammengetragen hat, würde hier Äpfel mit Birnen vergleichen.
Schliesslich handelt es sich bei Skype um einen Internet-Telefondienst und bei Facebook um ein Social Network. Und Hotmail ( Platz 3) ist, wie wir alle wissen, ein E-Mail-Dienst.
Den Machern scheint dies durchaus bewusst gewesen zu sein, weshalb sie schon vor einiger Zeit einen neuen Begriff in die Diskussion eingeführt haben: “Geosocial Universe”.
Den Begriff kann man sich merken. Er wird künftig da und dort auftauchen.
Interessant auch ist die weitaus grösste Ziffer auf der Grafik: Weltweit soll es derzeit 4,5 Mia. mobile Geräte im Einsatz sein, um all diese Dienste und Serviceleistungen überall und zu jeder Zeit nutzen zu können.
Wie funktioniert das eigentlich, diese Suchmaschinenoptimierung?
Die Leute, die über Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization SEO) reden, tun so, als seien sie die Herrscher des Universums. Gut, vielleicht auch nur als Diminutiv.
Auf jeden Fall versprechen sie – für gutes Geld versteht sich – die Firma X bei Google, Yahoo oder Bing auf die ersten zehn Suchergebnisse zu hieven. Denn nur wer auf der ersten Seite erscheint, hat die Chance, auch angeklickt zu werden.
Ich gestehe, ich verstehe von all den Tricks und Kniffs der einschlägigen Branche herzlich wenig. Für mich klingt SEO immer mehr nach Esoterik als nach seriöser Arbeit. Doch wir wollen es niemandem verargen: SEO Marketing ist ein Geschäft wie jedes andere auch.
Aber es ist durchaus möglich, mit seiner Website auf die ersten Ränge zu gelangen. Gute Chancen hat man mit einem Blog – Suchmaschinen lieben Blogs. Das liegt an der Programmierung und am Umstand, dass auf Blogs immer wieder neue Texte zu zumeist aktuellen Themen publiziert werden.
Hinzu kommt, dass die Titelzeile in die URL übernommen wird, was dem Suchergebnis dient. Allerdings sind deshalb keine originellen Titel gefragt, sondern sachliche Aussagen wie eben: “Wie funktioniert das eigentlich, diese Suchmaschinenoptimierung?”
So ist es mir ein Trost, dass neben der Technik vor allem der Inhalt des Geschriebenen zählt. Wobei es auch dabei ein paar Besonderheiten zu beachten gibt.
Beispielsweise sollte man beim Schreiben eines Textes auf SEO Keywords achten. Suchmaschinen interessieren sich nicht für den genialen Gedanken, sondern nur für die einzelnen Wörter. Suchmaschinen sind dumm, sie suchen nach Keywords. Und wenn es solche im Text hat, Wörter also, die auch auf anderen Websites vorkommen – die Keywords – dann werden die gespeichert.
Google SEO bietet eine Suchfunktion, mit der man nachschauen kann, wie oft und in welcher Kombination der als Keyword vorgesehene Begriff bei Google gesucht wird. Gibt man beispielsweise “Suchmaschinenoptimierung” ein, so sieht man, dass nach diesem Begriff monatlich über 300’000-mal gesucht wird.
Suchmaschinenoptimierung bedeutet deshalb auch, dass ich hier gleich nochmals “Suchmaschinenoptimierung” schreibe.
Wer mehr über die Suchmaschinenoptimierung wissen möchte, dem empfehle ich diesen SEO Guide:
Learning SEO From The Experts: A Step-By-Step Guide
Auf 23 Seiten wird das Wichtigste erklärt und zwar so, dass auch ich das verstehe.
Vier wirklich nützliche iPad Apps
Wie gesagt, ich kann nicht mehr darüber diskutieren, ob man nun ein iPad braucht oder auch nicht. Lasst uns also weiterziehen.
Ich gebe allerdings zu, dass ich nicht unbedingt der Typ bin, der möglichst viele Apps runterlädt. Vieles, denke ich mal, ist unnützer Schrott. Oder Spielzeug. Dann gibt es Apps, bei denen man meint, man müsse sie haben und sie dann doch nie wirklich braucht. Zum Beispiel “AroundMe” oder “Hotelauskunft” oder “Tripwolf”. Auch das hochgejubelte “Epucurious”, ein Kochbuch, ist wohl eher für Amerikaner als für gut geübte Alltagsköche wie mich.
Konzentrieren wir uns also auf vier wirklich nützlich Apps: Da ist zum einen das von Google. Es erleichtert den schnellen Zugang nicht nur zur Suche sondern beispielsweise auch zu Google News und Google “Text und Tabellen“, Read the rest of this entry »
Hunch für Hans Dampf im Schnoogeloch
Es gibt diesen Vers aus der Kindheit, den zumindest alle im alemannischen Sprachraum kennen:
Där Hans Dampf im Schnoogeloch, het alles was er will. Und was er het dass will er net, und was er will das het er net.
Dank des Web kann man nun diesen Vers entsorgen. Jetzt gibt es Hunch. Denn:
Hunch is a website, designed as a collective intelligence decision-making system that uses decision trees to make decisions based on users’ interest. Hunch is building the ‘taste graph’ for the internet, mapping every person to every entity — and their affinity for that entity. (Wikipedia)
Auf gut Deutsch geht das so: Man loggt sich mit seinem Facebook oder Twitter-Account ein, beantwortet zwanzig recht banale Fragen (z.B. welcher Pommes Frites-Typ man ist) und erhält aufgrund dieses Algorythmusprofils ein paar Empfehlungen. Hunch lag mit seinen Empfehlungen nicht mal so daneben.
Den “Economist” und den “New Yorker” lese ich regelmässig online und Monty Python’s Flying Circus ist tatsächlich einer meiner Lieblingsstreifen. Allerdings – Sex in the City? Gut, das hat man. Aber sich diese Serie antun müssen oder gar den Film, na ich weiss nicht.
iPad-Nutzer wollen die Tageszeitung auf ihrem iPad lesen
Gemäss einer neuesten Studie aus Grossbritannien nutzen 41% der Leute, die ein iPad besitzen, dieses als bevorzugtes Gerät, um Zeitungen, Magazine und Bücher zu lesen.
Für die Umfrage wurden 1’034 iPad-Besitzer per Telefon befragt. 43% sagten, dass sie das iPad mehr als 10 Stunden pro Woche in Händen haben, meistens zuhause.
Wenn ich meine eigenen, inzwischen eingespielten Gewohnheiten mit den UK-Zahlen vergleiche, dann bin ich iPad-mässig ein überdurchschnittlicher Brite.
Allerdings leide ich gegenüber den Inselbewohnern unter dem entscheidenden Nachteil, dass derzeit das Angebot an E-Books auf Deutsch und das Zeitungsangebot ein Jammer sind.
Zwar gibt es im Rahmen des Gutenbergprojekts Tausende von Büchern, die gratis erhältlich sind. Aber ich möchte nicht Kafka oder Mörike lesen, sondern Karin Fossum, zum Beispiel.
Den Verlagen sei’s geklagt: Ich bin sofort bereit, für die Tageszeitung auf dem iPad etwas zu bezahlen.
Den SPIEGEL habe ich nach Jahren der Abstinenz nur deshalb wieder abonniert, weil ich wissen wollte, wie sich das anfühlt und liest. Und es ist so gut, dass ich den SPIEGEL nie mehr am Kiosk kaufen werde.
Mit anderen Worten, das iPad und andere Tablets, die noch folgen werden, könnten tatsächlich so etwas wie einen Rettungsring für die Verlage sein. Zumal die Tablets-Besitzer zu den Hardcore-Lesern zu zählen sind.
Credits: Claude H.
Was tut eigentlich ein Social Media Manager den ganzen Tag?
Was tut eigentlich so ein Social Media Manager den ganzen Tag? Steffen Rochau bekleidet diese Position bei Internetstores seit ein paar Monaten und er hat kürzlich bei “die karriere bibel” über seine Berufsverständnis und seine tägliche Arbeit geschrieben:
Wie ich die Community aufbaue und bei Laune halte? Damit ein reger, emotionaler Austausch gelingt, verstehe ich mich als Animateur und Moderator. Ich sorge dafür, den Dialog in Gang zu halten und voranzutreiben. Dazu schicke ich häufig Fragen in die Runde, von denen ich überzeugt bin, dass sie die jeweilige Zielgruppe besonders interessieren. Zum Beispiel: Welche Radtour plant ihr in den Sommerferien? Was sind die schönsten Fahrradwege? Wie haltet ihr euch persönlich fit, mit welchem Sportgerät? Wer ist schuld am Doping im Radsport? etc.
Wer sich auf seine Kunden einlässt, muss sich darauf gefasst machen, Read the rest of this entry »
Jedes Unternehmen ist ein Kommunikationsunternehmen!
Der Satz “Wer nicht kommuniziert stirbt” war lange Jahre sehr beliebt bei PR-Agenturen, so sehr, dass sie ihn gar mit “altes Sprichwort” etikettierten. Den Satz kann man auf der Müllhalde der Kommunikationsgeschichte entsorgen. Denn jetzt gibt es eine neue Botschaft, die man sich als Profikommunikator merken muss:
Jedes Unternehmen ist ein Kommunikationsunternehmen!
Jedes Unternehmen ist deshalb ein Kommunikationsunternehmen, weil es mit seinen Kunden, seinen Mitarbeitern, seiner Nachbarschaft kommuniziert, was möglicherweise als etwas banal klingt. Doch der entscheidende Unterschied Read the rest of this entry »
Wie, verdammt, soll man sich denn in Social Networks engagieren?
Will man den Umfragen glauben, so befassen sich praktisch alle Unternehmenskommunikationsabteilungen in unseren Breitengraden mit der Frage, ob und wie man sich in Social Networks engagieren soll. “Wie verdammt noch mal, sollen wir es denn anstellen”, lautet die Frage im Kopf, wird aber aus purer Höflichkeit so formuliert: “Haben Sie einen Vorschlag, wie wir vorgehen könnten?”
Zuerst sollte man ein paar Fehler vermeiden, denn so eine Facebook-Fanpage ist ja schnell mal eingerichtet.
- Es fehlt die Strategie: Viel zu viele Unternehmen rennen einfach drauflos, so als würden sie den Anschluss verpassen. Gemach. Die Entwicklung ist in vollem Gang, noch verpasst bei uns niemand den Zug. Read the rest of this entry »


